Der letzte Streich

Wie einigen vielleicht schon aufgefallen ist, war auf unserem Blog eine ganze Weile nichts mehr los. Das wird sich leider auch nicht mehr ändern. „Nazis ein Gesicht geben“ war vorerst unser letzter Post.

Seit einem knappen Jahrzehnt haben wir versucht in Jena und darüber hinaus Akzente zu setzten. Dies ist uns mal mehr, mal weniger gelungen. Aber damit ist jetzt Schluss. Die aktuellen Strukturen lösen wir hiermit auf. Eine Begründung dafür wird es nicht geben… Allen anderen Gruppen und Aktiven wünschen wir für die Zukunft alles Gute!

Antifa Task Force, Januar 2016

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Nazis ein Gesicht geben

Gestern Abend gab es in Winzerla einen Übergriff mit Teleskopschlagstöcken von Nazis auf zwei Flüchtlinge. Dies kommt leider wenig erstaunlich, denkt man an den Angriff auf drei indische Studenten im letzten Jahr zurück. Im Jenaer Süden hat sich in den letzten Jahren eine Nachwuchsszene von Nazis entwickelt, die auch in Kontakt zu organisierten Strukturen wie dem Freien Netz stehen. Daher wollen wir diese Jungspunde mal aus ihrer vermeintlichen Anonymität holen:

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Demo gegen die AfD am 21. Oktober in Erfurt

via Grenzenabschaffen

Am kommenden Mittwoch will die Afd wieder gemeinsam mit Nazischlägern und dem deutschen Mob auf die Straße gehen. Jetzt hat sich in Erfurt ein Bündnis gebildet, welches sich dem braunen Spuk entgegenstellen will. Den Aufruf gibt es hier nachzulesen.

Kommt am Mittwoch, den 21. Oktober, um 17.30 Uhr auf den Bahnhofsvorplatz in Erfurt!

Wichtig: Achtet vor, während und nach den Aktionen auf euch und andere. Seid in möglichst großen Gruppen unterwegs. Organisiert euch in Bezugsgruppen und nehmt and den Deli-Treffen teil.

Gegen den Rassismus von Mob und Elite!
AfD und Nazis stoppen!

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“Bürgerinitiative Wir lieben Gera” – Volksverhetzer, Brandstifter, Neonazi-Schläger – Übersicht über die verantwortlichen Personen

via thüringenrechtsaußen

Nach dem von Neonazis in Gera organisierten Aufmarsch mit 1.500 Personen am 10. Oktober soll am 17. Oktober eine Wiederholung stattfinden. Das Organisationsteam von “Wir lieben Gera” setzt sich nahezu ausnahmslos aus der Ostthüringer Neonazi-Szene zusammen. In Gera gab es inzwischen mehrfach Versuche, zu Sabotagezwecken in die neue Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Wismut Krankenhaus einzudringen, auch kam es zu Gewalt durch Neonazis. Wir stellen die Köpfe von “Wir lieben Gera” hier nochmal persönlich vor.

Sarah Schumann – Die Geschichtsrevisionistin besucht Udo Voigt (NPD) und mobilisiert die Neonazi-Szene

Sarah Schumann am 10. Oktober 2015 in Gera

Sarah Schuhmann ist Anmelderin der letzten Thügida-Aufmärsche gegen Flüchtlinge in Gera, darunter auch die Aufmärsche am 19.9., am 10.10. und am 17.10.2015. Sie tritt sowohl hinter den Bezeichnungen “Wir lieben Ostthüringen“ als auch “Wir lieben Gera” auf. Im Jahr 2015 war sie mehrmals Teilnehmerin von Neonazi-Demonstrationen in Thüringen, darunter dem Aufmarsch der „Europäischen Aktion“ Thüringen, „Die Rechte“ Thüringen und Thügida am 3. Oktober 2015 in Jena mit 200 Neonazis. Sie ist ebenfalls Administratorin des Facebook-Auftritts von “Wir lieben Gera” sowie einer geschlossenen Facebook-Gruppe gleichen Namens. Nachdem in der Nacht zum 9. Oktober 2015 Unbekannte in die geplante Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Wismut Krankenhaus eindrangen und die Wasserhähne aufdrehten, schrieb wenige Stunden später ein Nutzer in der geschlossenen Facebook-Gruppe der Initiative: “wie wär es mit einer Bürgerwehr für Gera/Umgebung?”. Schuhmann antwortete als erste: “Ich denke dafür wird es wirklich langsam Zeit!”. Dem Landesgeschäftsführer der Neonazi-Partei “Die Rechte Thüringen”, Jörg Krautheim und dem NPD-Stadtrat Peter Pichl gefielen Schumanns Zustimmung. Über die geschlossene Gruppe koordinierte sie weitere Störaktionen gegen einen Auftritt des Thüringer Migrationsministers in Gera-Liebschwitz und einen Infostand von einer Flüchtlingsunterstützer-Initiative in Gera. Sie beklagte, dass die Menschen lieber über das “schwere Los der Minderheiten in Bulgarien” aufmerksam machen statt “unserer vertriebenen Großelterngeneration” zu gedenken.

Sarah Schumann am 18. Juli 2015 in Guthmannshausen auf dem Sommerfest des Europaabgeordneten der NPD, Udo Voigt

Bei der spontanen Mobilisierung am 20. Juni kamen 13 Neonazis und Unterstützer zusammen, die mit Schumann gemeinsam einen Infostand störten. Ein Aktivist bedankte sich danach: “Daumen hoch Sarah. Klasse wie du es spontan organisiert hast … Dies wird den Überfremdungsfanatikern sauer aufstoßen”. Als am 21 September 2015 in Gera-Liebschwitz die ersten Flüchtlinge eintrafen, mobilisierte Sarah Schuhmann über Internet und Telefon mit dem Kurzaufruf “Heute Spontandemo 18 Uhr in Liebschwitz vor dem Asylheim” rund 100 Personen. Wenige Wochen zuvor, als mehrere Hundert Flüchtlinge mit dem ersten Zug in Saalfeld ankamen mobilisierte Schumann ebenso zu einer Spontanaktion der Neonazis um 18 Uhr zum Saalfelder Bahnhof. Außerdem verbreitet sie auch Hetzbeiträge mit Lügen über Flüchtlinge in Gera wie am 12. September, als sie schrieb: “Laut einer Ärztin des Krankenhauses Gera werden TÄGLICH deutsche Frauen von Asylanten in Gera vergewaltigt”, ein anderer Aktivist forderte daraufhin “Zum selbstschutz sollte sich jeder bewaffnen dürfen”, Sarah Schuhmann gefiel es. Am Tag der Befreiung des Hitlerfaschismus legte Schuhmann mit anderen Neonazis in Gera an einer Gedenkstele einen Kranz nieder und schrieb dazu in geschichtsrevisionistischer Manier: “Eine kleine Geste der Bürgerinitiative “Wir lieben Gera” Gedenken der Kriegsverbrechen des 08. Mai 1945″. Seit Jahren nutzen Neonazis in Gera diesen Tag um die Geschichte zu verdrehen. Mitte September wurde ein weiteres Mal deutlich, dass Schumann sich in eine andere Richtung orientiert: “Wenn wir bis zur Wahl warten, können wir unsere Zukunft vergessen”. Antifaschist_innen aus Gera berichteten, dass Schumann am 5. Oktober 2015 in Gera bei einem Angriff auf Unterstützer von Flüchtlingen beteiligt gewesen sein soll. Am 18. Juli 2015 fuhr Schumann nach Gutmannshausen im Landkreis Sömmerda zur geschichtsrevisionistischen “Gedächtnisstätte”, um dort das Sommerfest des ehemaligen NPD-Parteichef Udo Voigt zu besuchen.

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Aktuelle Infos zu den Naziaufmärschen am Samstag

Wie  bereits bekannt sein dürfte, hat die Stadt die drei Demos quasi zusammengelegt. Lediglich die Startzeiten sind unterschiedlich. Nach Informationen von Kokont ist die ganze Geschichte von 11-16 Uhr angemeldet. Die Nazis mobilisieren aber bereits für 10 Uhr zur Kreuzung vorm Paradiesbahnhof. Da aller voraussicht nach auch militante Faschos anreisen werden (siehe unten), eventuell auch über den Westbahnhof, sollte man auf sich aufpassen. Hier daher erstmal die aktuelle Route:

imageWeitere Infos zu den „offiziellen“ Gegenaktivitäten gibt es sowohl heute Abend, als auch am Freitag, jeweils ab 19 Uhr in der JG.

Wir haben hier nochmal eine kleine Übersicht mit den potenziellen Teilnehmern (öffentlich bei Facebook einsehbar) zusammen gestellt, falls man sich die ein oder andere Person nochmal genauer anschauen möchte:

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Ring frei zu Runde 2 – 3 Naziaufmärsche am 3.10. in Jena

Nach aktuellen Informationen planen die rechten Organisationen Thügida, Europäische Aktion und die Rechte drei Demonstrationen am 3.10. in Jena. Auch diesmal muss es wieder heißen, keinen Meter dem deutschen Pöbel! Am 3.10. den Nazis mit allen Mitteln entgegentreten. Weitere Infos gibt es bald hier und für alle anderen am 23.09. in der JG.

Sport frei!

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Talking is over – Naziaufmarsch am Samstag in Heiligenstadt

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TALKING IS OVER – FLÜCHTLINGE SCHÜTZEN, NAZIS ANGREIFEN!

Während in ganz Deutschland Flüchtlingsheime von „besorgten Bürger*innen“ und „vermeintlichen Rechtextremisten“ angezündet werden, droht auch die Stimmung Heiligenstadt umzuschlagen. Wie wir bereits berichtet haben, sollen Anfang September Geflüchtete in der Förderschule Heiligenstadt untergebracht werden. Von Anfang an formierte sich dagegen reger Protest von vermeintlich „besorgten Bürger*innen“ und Eltern, die darin eine Ausspielung von zwei benachteiligten Gruppen zugunsten der „Asylanten“ witterten. Die neuen Räumlichkeiten wurden unter fadenscheinigen Gründen als unzumutbar ausgegeben und das dringende Bedürfnis der Geflüchteten nach Ruhe, Schutz und Sicherheit wird von ihnen vollkommen außer Acht gelassen.

Stattdessen werden rege Petitionen gegen die Flüchtlingsunterkunft unterzeichnet und auf einer Demonstration für den Erhalt des Förderzentrums werden ortsbekannte Nazis zur Unterstützung herangezogen. Zusätzlich nehmen Aktivitäten der Eichsfelder Naziszene zu. Mit zwei Kundgebungen gegen die Unterkunft wird am 19.09. versucht, weiter Stimmung gegen Geflüchtete zu machen.

Diejenigen Menschen vor Ort, die unsere Bedenken teilen, verhalten sich passiv und wollen sich lieber auf Lippenbekenntnisse des Staates und der Polizei verlassen. Das ist uns entschieden zu wenig! Wir wollen Nazis und „besorgten Bürger*innen“ keinen Raum lassen – Es geht hier um den Schutz von wehrlosen Menschen und wir können uns nicht auf Institutionen verlassen, die offensichtlich immer wieder Schulterschlüsse mit Nazis suchen und Flüchtlinge und Unterstützer*innen kriminalisieren (siehe Freital, Heidenau etc). Vor wenigen Wochen formierte sich in Pfaffschwende die erste Bürgerwehr des Landkreises gegen vermeintliche osteuropäische Einbrecherbanden. Nun sind Fotos aufgetaucht, wie auch die NPD und ihre Unterstützer*innen in Heiligenstadt im Liethen Patrouille laufen.

Umso wichtiger ist es, sich gemeinsam und entschieden gegen die Verhältnisse vor Ort zu stellen. Die Geschehnisse der letzten Wochen und Monate in Deutschland haben eindrucksvoll bewiesen, dass es nichts bringt, die Nazis ignorieren zu wollen oder sogar den Dialog mit ihnen zu suchen. Wir wollen daher von Anfang an klar machen, dass wir entschlossen sind, uns dem Volksmob in Heiligenstadt mit allen Mitteln in den Weg zu stellen. Die örtlichen antifaschistischen Strukturen brauchen dafür solidarische Unterstützung. Wir zählen auf euch!

Deswegen rufen wir zu Aktionen gegen die Aktivitäten der NPD am 19.09. sowie zu einer kraftvollen Demonstration am 25.09. gegen Nazis und für Solidarität mit Flüchtlingen auf!

GEGEN DIE DEUTSCHEN VERHÄLTNISSE UND DIE TRISTESSE DER PROVINZ!

ANTIFA BLEIBT HANDARBEIT!

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EDIT: Erneut zunehmende Naziaktivitäten

Gestern fand unter anderem in Wandersleben eine rechte Demonstration mit ca. 700 Teilnehmern statt. Organisiert wurde diese von Patrick Wieschke, der sich neuerdings wieder verstärkt in der Öffentlichkeit präsentiert. Bereits vor wenigen Wochen, als es vielen wichtiger war, nach Dresden zu fahren, rief er zu einer Demonstration in Eisenach-Nord auf. Am kommenden Freitag ruft er nun wieder zu einer Demo in Eisenach auf, diesmal im Palmtal, vor der Turnhalle einer Berufsschule, in der übergangsweise Flüchtlinge untergebracht worden sind. Erneut gibt es dazu auch Gegenaktivitäten, wir dokumentieren hier den Flyer:

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Einen Tag später mobilisiert der Dritte Weg zum bundesweiten Parteitag nach Thüringen. Wo genau dieser stattfinden wird, ist nicht gesichert, es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass er wieder in der Erlebnisscheune in Kirchheim stattfindet, wie bereits im letzen Jahr. Weitere Infos dazu gibt es hier.

Darüber hinaus findet in den kommenden Tagen und Wochen noch mehr rechte Scheiße statt. Hier eine erste Übersicht von Thüringenrechtsaußen:

17.09.15 – Greiz – Kundgebung/Demonstration “Wir sind das Pack – gegen Asyldiktatur”, 18 Uhr am Sommerbad

18.09.15 – Eisenach – Kundgebung gegen Flüchtlinge von Patrick Wieschke (NPD), Palmental, 18 Uhr

19.09.15 – Gera – Demonstration “Wir lieben Gera” 18.30 Uhr am KUK

19.09.15 – Thüringen –  Bundesparteitag der Neonazi-Partei “Der III. Weg”, 10 Uhr, möglicherweise Kirchheim

19.09.15 – Thüringen –  Extrem rechtes Kulturfest der Neonazi-Partei “Der III. Weg”, 15 Uhr, möglicherweise Kirchheim

19.09.15 – Heiligenstadt – Kundgebung “Heiligenstadt wehrt sich” 14-16 Uhr Liethen, eheml. Förderschule

25.09.15 – Thüringen – Konzert mit der Band “Kategorie C”

27.09.15 – Meiningen – Demonstration “Patriotische Europäer sagen Nein” (PESN) , 12.30 Uhr Marktplatz

27.09.15 – Suhl – Kleine Kundgebung “VP – Vereinte Patrioten”, 10:30 – 15:30 Uhr, Platz der deutschen Einheit (angekündigt)

28.09.15 – Ronneburg – Demonstration “Thügida” mit Frank Rennicke

03.10.15 – Nordhausen – “Tag der patriotischen Einheit”, 14-20 Uhr mit NDH.GE.SA und GDL

10.10.15 – Kirchheim – Saalveranstaltung (Vortrag) mit Wehrmachtssoldaten

10.10.15 – Thüringen – Neonazi-Konzert mit Feindbild Deutsch, Überzeugungstäter, Strumbrüder, Schlachtruf Germania und Treue Orden, möglicherweise Kirchheim

17.10.15 – Thüringen – Neonazi-Konzert / Liederabend “Support the Nation”  vom Hammerskin-Netzwerk, mit dem Duo “Zeitnah” und Liedermacherin “Franzi”,

15.11.15 – Friedrichroda – Fackelmarsch “Thüringer Heldengedenken”, 17 Uhr

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Kahlaer Nazis in Freital

Gestern gab es in Freital eine Demonstration gegen die rechte Hegemonie vor Ort. Am Rande der Demonstration fanden sich immer wieder Neonazis  ein. Mit dabei auch mindestens drei Nazis aus Kahla: Patrick Nitsch, Antonio Szaszko und Robert Köcher. Alle drei gehören zum Freien Netz Jena/Kahla und sind zur Zeit vermehrt bei Naziaufmärschen in Thüringen und darüber hinaus zu finden. Infos zu Nitsch gibt es hier. Weitere Einzelheiten zu Köcher findet ihr hier. Antonio Szaszko kann man quasi zum dümmlichen Nachwuchs des Freien Netzes zählen. Bei einer antifaschistischen Demonstration in Kahla 2014 versuchte er, mit seinen Freunden und einem Hund, mehrfach diese anzugreifen.

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Mitte: Patrick Nitsch, Rechts: Antonio Szaszko

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Robert Köcher (Division Thüringen Shirt und schwarze Sonnenbrille)

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Naziaufmarsch am 17.08. erneut in Eisenberg

Erstmal als Info. Genauere Infos von uns folgen in den nächsten Tagen!

via Thüringenrechtsaußen

Wie jetzt bekannt wurde, war neben den genannten Rednern auch ein Vertreter der Partei “Der III. Weg” und der ehemalige Leipziger LEGIDA-Anmelder Silvio Rößler anwesend. Rößler gehört inzwischen der Gruppe “Widerstand-Ost-West” an, die am 20. Juni 2015 in Frankfurt am Main mit rund 200 Neonazis aufmarschierte. In Konkurrenz zum Dresdner “Pegida”-Original von Lutz Bachmann hat Rößler zusammen mit anderen Mitte Juni 2015 den “GIDA-Dachverband” gegründet. Für den 17. August wirbt die neue Gruppierung nun für eine Aktion in Thüringen.

Legida-Anmelder Silvio Rößler mobilisiert für Eisenberg

Bei dem Sommerfest in Guthmannshausen kündigte Silivo Rößler in seinem Redebeitrag einen Aufmarsch in Eisenberg an, wo die Zentrale Erstaufnahme Einrichtung für mehrere Hundert Flüchtlinge im Freistaat Thüringen ansässig ist. Mit den Worten “Wir holen uns dieses Land zurück, beginnen werden wir in Eisenberg” warb Rößler für den 17. August 2015, dem Todestag von Hitlers Stellvertreter, Rudolf Hess. Man wolle ein “Fanal setzen für Deutschland”. Bereits am 20. April 2015, dem Geburtstag von Adolf Hitler, marschierte “Thügida” in Eisenberg mit 250 bis 300 Personen. Zwei Wochen zuvor wurden drei Asylsuchende in Eisenberg mit einem Schlagstock angegriffen. Rößler führte aus, dass die erneute Aktion in Eisenberg stattfinde, weil die Stadt “ein sehr symbolträchtiger Ort werden (wird) für unsere gesamte Bewegung, für unser Deutschland”. Er forderte die Gäste um die NPD-Ikone Udo Voigt auf:”Holt uns wieder an die Macht, die uns gehört”.

Wie inventati.org berichtet, war Rößler zeitweise in der Fußballszene aktiv und bereits im Jahr 2002 Ziel von Ermittlungen im Zusammenhang mit Organisierter Kriminalität. Der Verdacht damals: Schleusung und Menschenhandel. Konkret sei Rösler vorgeworfen worden, „gewerbsmäßig Frauen aus der Dominikanischen Republik nach Deutschland einzuschleusen, um diese der Prostitution zuzuführen.“ Demnach habe Rösler möglicherweise profitiert vom Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz und der Ausbeutung von MigrantInnen. Zu seinem virtuellen Freundeskreis gehören auch Neonazis aus Thüringen, darunter Thomas Gerlach aus dem Altenburger Land.

Volksverhetzung bei Thügida-Aufmarsch am 20. April

Bei der Demonstration zum Hitlergeburtstag am 20. April in Eisenberg, kam es bereits zu Reden, die in Teilen auch den Straftatbestand der Volksverhetzung und die Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener erfüllen dürften. So äußerte der bekannte Holocaustleugner Christian Bärthel in seinem Redebeitrag wörtlich: “Scheinbar scheint diese hirnlosen Gestalten von der Gegenseite nichts anderes einzufallen als tief in die Mottenkiste der Lüge zu greifen um zur Lüge zu greifen, zu diffamieren, zu spalten. Aber das deutsche Volk fällt nicht mehr auf diese Lügen herein und lässt sich auch nicht mehr spalten. Der skurrilste Punkt der Berichterstattung war, ich hätte in Anlehnung an die Inschrift eines KZ gesagt ‘Wahrheit macht frei’. Erstens mal steht dort nicht ‘Wahrheit mach frei’ sondern ‘Arbeit macht frei’ und mein Zitat ‘Die Wahrheit wird euch frei machen’ war ein Zitat von Jesu Christi, ihr seht nicht mal das kann die linke Gegenseite unterscheiden. Aber sie sind therapierbar. Die Methoden der Therapie möchte ich nicht hier öffentlich sagen. Aber wenn man weiß, dass auch 70 Jahre nach Kriegsende noch Überlebende von Arbeitslagern da sind, dann kann ich sagen, Arbeit hat noch niemandem geschadet.

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