2. Vortrag der Reihe “Tierrechte & Rassenhygiene”
Dienstag, 21.02.2012, 19.00 Uhr
FSU Jena, Carl-Zeiss-Str. 3, Raum 206
Im Sommer 2011, fast sieben Jahrzehnte nachdem die Nationalsozialisten den Mord an von ihnen als minderwertig diffamierten Menschen offiziell stoppten, wurde Peter Singer in Frankfurt mit dem “Ethik Preis” der Giordano-Bruno-Stiftung ausgezeichnet. Singer, hierzulande vor allem für seinen Einsatz für “Tierrechte” bekannt, unterscheidet zwischen lebenswerten und lebensunwertem Leben und plädiert dafür, behinderte Kinder nach der Geburt unter Umständen zu töten. Mit der Ehrung Singers werden in Zeiten eines dramatischen Sozialabbaus Elemente einer Rassenhygiene salonfähig gemacht, die eine Eugenetik ideologisch vorbereiten und legitimieren. Wie weit dieser Prozess hierzulande gediehen ist, zeigt der Erfolg Thilo Sarrazins als Bestseller-Autor.
Nachdem Peter Bierl beim ersten Vortrag im Januar die Ideologie der Tierrechte kritisch analysiert hat, geht es im zweiten Vortrag in Jena um die Tradition der Rassenhygiene, den Beitrag den Wissenschaftler der Universität Jena, angefangen mit Ernst Haeckel, dazu geleistet haben, bis hin zur Soziobiologie als Ideologien der so genannte Neuen Rechten und Sarrazins Thesen, wobei Sozialdemokraten, Linke und Pseudolinke zu den Protagonisten zählen. Zu den Verfechtern dieser Soziobiologie gehört die Giordano-Bruno-Stiftung, in der Öffentlichkeit vor allem für Religions- und Papstkritik bekannt, mit ihrem Konzept des >evolutionären Humanismus<.
Eine Veranstaltung der Jugend-, Aktions- und Projektwerkstatt, gefördert
von KoKont Jena – Koordinierungsstelle des Jenaer Stadtprogramms und
Kontaktbüro des Runden Tisches für Demokratie.
Die Veranstaltung auf facebook: >klick<






