“Bürgerinitiative Wir lieben Gera” – Volksverhetzer, Brandstifter, Neonazi-Schläger – Übersicht über die verantwortlichen Personen

via thüringenrechtsaußen

Nach dem von Neonazis in Gera organisierten Aufmarsch mit 1.500 Personen am 10. Oktober soll am 17. Oktober eine Wiederholung stattfinden. Das Organisationsteam von “Wir lieben Gera” setzt sich nahezu ausnahmslos aus der Ostthüringer Neonazi-Szene zusammen. In Gera gab es inzwischen mehrfach Versuche, zu Sabotagezwecken in die neue Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Wismut Krankenhaus einzudringen, auch kam es zu Gewalt durch Neonazis. Wir stellen die Köpfe von “Wir lieben Gera” hier nochmal persönlich vor.

Sarah Schumann – Die Geschichtsrevisionistin besucht Udo Voigt (NPD) und mobilisiert die Neonazi-Szene

Sarah Schumann am 10. Oktober 2015 in Gera

Sarah Schuhmann ist Anmelderin der letzten Thügida-Aufmärsche gegen Flüchtlinge in Gera, darunter auch die Aufmärsche am 19.9., am 10.10. und am 17.10.2015. Sie tritt sowohl hinter den Bezeichnungen “Wir lieben Ostthüringen“ als auch “Wir lieben Gera” auf. Im Jahr 2015 war sie mehrmals Teilnehmerin von Neonazi-Demonstrationen in Thüringen, darunter dem Aufmarsch der „Europäischen Aktion“ Thüringen, „Die Rechte“ Thüringen und Thügida am 3. Oktober 2015 in Jena mit 200 Neonazis. Sie ist ebenfalls Administratorin des Facebook-Auftritts von “Wir lieben Gera” sowie einer geschlossenen Facebook-Gruppe gleichen Namens. Nachdem in der Nacht zum 9. Oktober 2015 Unbekannte in die geplante Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Wismut Krankenhaus eindrangen und die Wasserhähne aufdrehten, schrieb wenige Stunden später ein Nutzer in der geschlossenen Facebook-Gruppe der Initiative: “wie wär es mit einer Bürgerwehr für Gera/Umgebung?”. Schuhmann antwortete als erste: “Ich denke dafür wird es wirklich langsam Zeit!”. Dem Landesgeschäftsführer der Neonazi-Partei “Die Rechte Thüringen”, Jörg Krautheim und dem NPD-Stadtrat Peter Pichl gefielen Schumanns Zustimmung. Über die geschlossene Gruppe koordinierte sie weitere Störaktionen gegen einen Auftritt des Thüringer Migrationsministers in Gera-Liebschwitz und einen Infostand von einer Flüchtlingsunterstützer-Initiative in Gera. Sie beklagte, dass die Menschen lieber über das “schwere Los der Minderheiten in Bulgarien” aufmerksam machen statt “unserer vertriebenen Großelterngeneration” zu gedenken.

Sarah Schumann am 18. Juli 2015 in Guthmannshausen auf dem Sommerfest des Europaabgeordneten der NPD, Udo Voigt

Bei der spontanen Mobilisierung am 20. Juni kamen 13 Neonazis und Unterstützer zusammen, die mit Schumann gemeinsam einen Infostand störten. Ein Aktivist bedankte sich danach: “Daumen hoch Sarah. Klasse wie du es spontan organisiert hast … Dies wird den Überfremdungsfanatikern sauer aufstoßen”. Als am 21 September 2015 in Gera-Liebschwitz die ersten Flüchtlinge eintrafen, mobilisierte Sarah Schuhmann über Internet und Telefon mit dem Kurzaufruf “Heute Spontandemo 18 Uhr in Liebschwitz vor dem Asylheim” rund 100 Personen. Wenige Wochen zuvor, als mehrere Hundert Flüchtlinge mit dem ersten Zug in Saalfeld ankamen mobilisierte Schumann ebenso zu einer Spontanaktion der Neonazis um 18 Uhr zum Saalfelder Bahnhof. Außerdem verbreitet sie auch Hetzbeiträge mit Lügen über Flüchtlinge in Gera wie am 12. September, als sie schrieb: “Laut einer Ärztin des Krankenhauses Gera werden TÄGLICH deutsche Frauen von Asylanten in Gera vergewaltigt”, ein anderer Aktivist forderte daraufhin “Zum selbstschutz sollte sich jeder bewaffnen dürfen”, Sarah Schuhmann gefiel es. Am Tag der Befreiung des Hitlerfaschismus legte Schuhmann mit anderen Neonazis in Gera an einer Gedenkstele einen Kranz nieder und schrieb dazu in geschichtsrevisionistischer Manier: “Eine kleine Geste der Bürgerinitiative “Wir lieben Gera” Gedenken der Kriegsverbrechen des 08. Mai 1945″. Seit Jahren nutzen Neonazis in Gera diesen Tag um die Geschichte zu verdrehen. Mitte September wurde ein weiteres Mal deutlich, dass Schumann sich in eine andere Richtung orientiert: “Wenn wir bis zur Wahl warten, können wir unsere Zukunft vergessen”. Antifaschist_innen aus Gera berichteten, dass Schumann am 5. Oktober 2015 in Gera bei einem Angriff auf Unterstützer von Flüchtlingen beteiligt gewesen sein soll. Am 18. Juli 2015 fuhr Schumann nach Gutmannshausen im Landkreis Sömmerda zur geschichtsrevisionistischen “Gedächtnisstätte”, um dort das Sommerfest des ehemaligen NPD-Parteichef Udo Voigt zu besuchen.

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