2013

08.02 – Jena, Kahla
Rechtsextreme verteilen im Rahmen einer sogenannten Aktionswoche zur Mobilisierung für einen Aufmarsch von Neonazis am 13. Februar in Dresden Flugblätter. (Quelle: FNJ)

13.02 – Jena
Nach eigenen Angaben brachten Rechtsextreme Transparente an, die auch den Neonaziaufmarsch in Dresden am selben Tag aufmerksam machen sollten. Auch in den Tagen zuvor haben Rechtsextreme in Jena und Kahla immer wieder versucht, öffentlich mit Flugblättern oder aufgestellten Kerzen den Jahrestag alliierter Bombenangriffe zum Ende des 2. Weltkrieges zu instrumentalisieren. (Quelle: FNJ)

13.03 – Kahla
Zu einer Veranstaltung für VertreterInnen der Kahlaer Vereinslandschaft im Kahlaer Rathaus erschienen auch zwei Vertreter des FREIEN NETZES KAHLA, um als „interessierte Bürger“ teilzunehmen. Trotz wiederholter Erteilung eines Hausverbots verließen die Beiden die Veranstaltung nicht. Daraufhin wurde die Veranstaltung abgebrochen. Eine halbe Stunde später wurde zu einer weiteren Veranstaltung aufgerufen, die die Geschehnisse zuvor spontan aufgreifen sollte. (Quelle MOBIT)

13.03 – Kahla
Im Nachgang zu der Veranstaltung im Kahlaer Rathaus wurde der Briefkasten des sozial
engagierten Vereins „Täglich-Brot-Insel“ e.V. in Kahla abgerissen und entwendet. Die Polizei misst der Tat aufgrund der zeitlichen Nähe zur Rathaus-Veranstaltung eine politische Motivation bei. (Quelle: „Täglich-Brot-Insel“ e.V.)

19.03 – Jena
Der NPD-Kreisverband legt Blumen nieder, um an Opfer der Angriffe der Alliierten zu gedenken und warnt gleichzeitig davor, „die Toten und das geschehene Leid nicht für politische Zwecke zu missbrauchen“. (Quelle: NPD)

20.03 – Kahla, Jena, Schwerin
Bei Durchsuchungsmaßnahmen gegen zwei Angehörige der rechtsextremen Szene wurde ein im Internet unter falschen Angaben erworbener Karabiner sichergestellt. (Quelle: MDR)

25.03 – Kahla
In der Nacht sind die Fensterscheiben des zivilgesellschaftlichen Vereins „Täglich-Brot-Insel e.V.“ durch Unbekannte eingeworfen worden. Der Verein versteht sich als ein sozial engagierter und daher auch politischer Verein. Er unterstützt derzeit auch das zivilgesellschaftliche Engagement gegen den von Neonazis angemeldeten „12.
Thüringentag der nationalen Jugend“ am 08.06.2013 in Kahla. Im eingeworfenen Fenster
befand sich ein Plakat gegen die extreme Rechte. (Quelle: Augenzeugenbericht)

27.03 – Kahla
Das Auto und der Briefkasten eines politisch engagierten Einwohners wurde mit Aufklebern „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“ beklebt. Dieser hatte im vergangenen Jahr das Hausrecht gegenüber Neonazis durchgesetzt, die trotz ausdrücklichen Ausschlusses an einer Veranstaltung teilnehmen wollten. (Quelle:
Augenzeugenbericht)

30.03 – Jena
Rechtsextreme trafen sich im Anschluss an eine Wanderung zu einem „Osterfest“ mit Liederabend im Garten des sogenannten Braunen Hausen. (Quelle: FNJ)

13.04 – Kahla
Rechtsextreme des sogenannten freien Netz solidarisieren sich mit einer Flugblattaktion mit dem wegen seiner Unterstützung für den NSU inhaftierten Ralf Wohlleben. (Quelle: FNK)

17.04 – Kahla
Die Scheiben des erst am 16.04. eröffneten Demokratieladens wurden eingeworfen. Der Täter bzw. die Täter müssen auch diesmal in der lokalen extrem rechten Szene vermutet werden. Bereits in der Nacht vor der Eröffnung war mit Kreide auf den Gehweg „Meinungsfreiheit statt eurer ‚Zivilcourage‘“ und „Freiheit für Wolle“ (gemeint ist der inhaftierte mutmaßliche NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben) geschrieben wurden.
Im Verlauf des Aktionstages auf dem nahegelegenen Marktplatz unternahmen immer
wieder Rechtsextreme Versuche, Präsenz auf dem Markt zu zeigen, um Anwesende einzuschüchtern. (Quelle: Augenzeugenbericht)

01.05 – Kahla
Rechtsextreme des sogenannten Freien Netzes verteilten Flugblätter an Haushalte und warben für den Thüringentag der Nationalen Jugend, der am 15. Juni in Kahla stattfinden soll. (Quelle: FNK)

15.05 – Jena
Nach eigenen Angaben haben rechtsextreme des sogenannten freien Netzes in der Stadt
„Mauerstücke“ verteilt, um gegen den „Volkstod“ zu protestieren. (Quelle: FNJ)

14.06 – Jena
Am Bus der JG Stadtmitte wurden die Vorderreifen zerstochen. Der Bus fungiert
regelmäßig als Lautsprecherfahrzeug bei antifaschistischen Protesten und wird am
nächsten Tag in Kahla zum Einsatz kommen, was offensichtlich verhindert werden sollte. (Quelle: JG Stadtmitte)

15.06 – Kahla
Zum 12. Mal fand in Thüringen der sogenannte „Thüringentag der Nationalen Jugend“ statt, zu dem NPD und Freie Kräfte gemeinsam mobilisiert haben. Mit etwa 130 Rechtsextremen nahmen in diesem Jahr deutlich weniger als erwartet teil. Neben Rednern, wie z.B. MARTIN WIESE, DIETER RIEFLING, GORDON RICHTER traten die Bands HERMUNDUREN, PRIORITÄT 18 und EXZESS auf. Mehrere Redner nutzten die Gelegenheit, um Solidaritätsadressen an den im NSU-Prozess angeklagten Ralf Wohlleben zu richten. Gegen WIESE wurde schon vor seiner Rede Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet, weil sein TShirt-Aufdruck als Gedenkaufruf an Adolf Hitler
gedeutet werden konnte. (Quelle: MOBIT, MDR, publikative.org)

21.06 – Jena
Rechtsextreme des Freien Netz Jena begangen eine sogenannte Sonnenwendfeier. (Quelle: FNJ)

27.06 – Jena

Nach eigenen Angaben verteilte die NPD in der Stadt „Tausende Exemplare“ der Postille „Saale -Stimme“, die nahezu inhaltsgleich in Thüringen jeweils unter anderem Namen mit lokalen Bezug von der NPD herausgegeben wird. (Quelle: NPD)

29.06 – Kahla

Nazis verteilten in der Stadt Flugblätter an Haushalte mit einer Nachbetrachtung zum sogenannten Thüringentag der nationalen Jugend. (Quelle: FNJ)

27.07. – Porstendorf

Zehn Neonazis singen am Porstendorfer See neonazistische Lieder wie „Blut muss fließen“ und skandieren antisemitische Sprüche. Es wurden Strafanzeigen gestellt. (Quelle: Jenapolis)

17.08. – Jena, Kahla

Rechtsextreme des sogenannten Freien Netzes stellten nach eigenen Angaben mehrere Kerzen mit dem Bildnis von Rudolf Heß auf und brachten Flugblätter öffentlich an, um an dessen Todestag zu erinnern. (Quelle: FN)

18.09. – Erfurt, Jena

An einer Kundgebung mit einem LKW des NPD-Bundesverbandes nahmen jeweils etwa 20 Rechtsextreme teil. Auf beiden Kundgebungen sprachen die NPD-Funktionäre Udo PASTÖRS und Patrick WIESCHKE. (Quelle: Augenzeugenbericht)

18.09.- Jena, Kahla

Nach eigenen Angaben verteilten Rechtsextreme des Freien Netz „tausende Infoschriften zu den etablierten Parteien“. (Quelle: FNJ)

05.10. – Jena

Rechtsextreme des sogenannten Freien Netzes Jena trafen sich zum „Erntedankfest“ als „Bestandteil unseres Volkskörpers“. (Quelle: FNJ)

02.11. – Jena

Rechtsextreme des Freien Netz Jena trafen sich zu einem „keltisch-germanischen“ Winteranfangsfest. (Quelle: FNJ)

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