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	<title>Antifa Task Force Jena</title>
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	<description>Schluss mit Tralala! Bock auf Dissens, Antifa!</description>
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		<title>Update zum Naziaufmarsch in Weimar [Stand: 30.04., 23 Uhr]</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 21:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[via Autonome Antifagruppe Weimar UPDATE: die Nazis haben geklagt, sind aber gescheitert, Kundgebung findet weiterhin wie unten geschrieben statt (Stand: Mo. 30. April 20:22 Uhr) Wie Erwartet wird es morgen eine Kundgebung der Nazis um Fischer und etwa 150 weiterer &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/04/30/update-zum-naziaufmarsch-in-weimar-stand-30-04-23-uhr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">via <a href="http://aagweimar.blogsport.de/2012/04/30/update-3-nazidemonstration-am-1-mai/">Autonome Antifagruppe Weimar</a></p>
<p style="text-align: justify"><strong>UPDATE: die Nazis haben geklagt, sind aber gescheitert,  Kundgebung findet weiterhin wie unten geschrieben statt (Stand: Mo. 30.  April 20:22 Uhr)</strong></p>
<p style="text-align: justify">Wie Erwartet wird es morgen eine Kundgebung der Nazis um Fischer und  etwa 150 weiterer Nazis in Weimar geben. Bis jetzt soll diese <strong>12:00 Uhr</strong> vor dem Frauenzentrum in der <strong>Schopenhauerstraße 21</strong> abgehalten werden. Kundgebungen in der Nähe sind zum einen eine  Veranstaltung des Stadtsportbundes Weimar an der Ecke Ettersburger  Str./Schopenhauerstr., ein Stand des BgR am dänischen Bettenlager in der Rießnerstraße (gegenüber vom Rastenbergertunnel), eine Kundgebung am  Nachtausgang des Bahnhofs sowie ein Infopunkt des Bürgerbündnisses am neuen  Museum. Wir gehen davon aus, daas alle mit dem Auto anreisenden Nazis über  den Rastenbergertunnel zum Kundgebungsort geleitet werden (möglich  Parkplätze dafür finden sich oberhalb des Bahnhofs in der Rießnerstraße,  zum Beispiel Parkplatz Fressnapf oder Lidl). Ob Fischer noch vor  Gericht Klage eingereicht hat um doch noch eine Demonstration zu  bekommen, ist nicht klar.  Wir rufen nochmals dazu auf, am 1. Mai nach  Weimar zu kommen um der Aktionsgruppe Weimarer Land und Ihrem  „Führungsmitglied“ Fischer keinen Fußbreit zu lassen!</p>
<p style="text-align: justify">Infostruktur der Jugend Antifa Weimar:<br />
<strong>Infotelefon</strong>: 01573/4488632  <strong>EA</strong>: 01573/4489245  <strong>Naziwatch</strong>: <a href="https://twitter.com/#%21/naziwatchwe">klick</a> <strong>Ticker:</strong> <a href="https://twitter.com/#%21/ErsterMaiWeimar">klick</a></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Falls es bis in die Nacht oder Morgen früh noch  weitreichende Veränderungen gibt, werden sie hier schnellstmöglich  bekanntgegeben.</strong></p>
<p style="text-align: justify">Egal wo Ihr morgen seid, passt auf Euch auf!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Infos zum 1. Mai in Weimar</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/04/26/infos-zum-1-mai-in-weimar/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 13:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[via Autonome Antifagruppe Weimar Nazis: Mobilisieren hauptsächlich in Sachsen und Sachsen Anhalt. Als Redner wird unter anderem der Vorbestrafte, kürzlich erst wieder Verurteilte und ehemalige NPD-Politiker Günter Deckert angegeben. Sicher ist das Gruppen aus Magdeburg, Nordhausen, Erfurt sowie Einzelpersonen aus &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/04/26/infos-zum-1-mai-in-weimar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><a href="http://aagweimar.blogsport.de/2012/04/22/update-2/"><em>via Autonome Antifagruppe Weimar</em></a></p>
<div style="text-align: justify">
<p><strong>Nazis:</strong> Mobilisieren hauptsächlich in Sachsen und Sachsen Anhalt.  Als Redner wird unter anderem der Vorbestrafte, kürzlich erst wieder  Verurteilte und ehemalige NPD-Politiker Günter Deckert angegeben. Sicher  ist das Gruppen aus Magdeburg, Nordhausen, Erfurt sowie Einzelpersonen  aus den umliegenden Dörfern Weimars anreisen. In wie weit sich andere  Gruppen aus Mitteldeutschland beteiligen kann nicht genau gesagt werden.</p>
<p><strong>BgR:</strong> Das <a href="http://www.bgr-weimar.de/">Bürgerbündnis Weimar</a> hat viele Plätze in der Stadt  angemeldet um den Nazis keine Ausweichmöglichkeit zu bieten. Meistens  sind es Standpunkte an oder in näherer Umgebung der angemeldeten Route.  <a href="http://www.aktionsnetzwerk.de/cms/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=512:01052012-raus-auf-die-strasse-nazis-stoppen&amp;catid=46:termine&amp;Itemid=86">Unterstützung erhalten sie von dem Aktionsnetzwerk Jena</a>, die ihr kommen  zugesichert haben. Stark zu kritisieren und absolut zu verurteilen ist,  dass sich das Bürgerbündnis zusammen mit Polizeichef Ralf Kirsten an  einen Tisch setzt um für den 1. Mai Strategien zu besprechen, und ihn in  engste Internas einweiht.</p>
<p><strong>Route:</strong> Es scheint jetzt schon aus organisatorischen- und  sicherheitstechnischen Gründen ausgeschlossen, dass die Anmelder Philipp  Miene und Michael Fischer ihre gewünschte Route  (Schopenhauerstr./Fuldaer./Schwanseestr./Goetheplatz/Karl Liebknecht  Str./Friedenstr./Buttelstädterstr./Schopenhauerstr/) laufen dürfen. Die  Stadt wird durch Veranstaltungen zum 1. Mai, angemeldeter Plätze vom BgR  oder anderen Parteien/Organisation einfach zu voll sein. Auf der  Carl-August-Allee findet das Seifenkistenrennen statt, auf dem  Goetheplatz der alljährliche Flohmarkt und auf dem Marktplatz eine DGB  Veranstaltung. So bleiben der Stadt, Polizei und den Nazis eigentlich  nur noch drei Möglichkeiten.</p>
<p>Szenario I: Eine Kundgebung am Hauptbahnhof, hier soll auch  Treffpunkt der Nazis sein. (Dies scheint bis zum heutigen Tag die  wahrscheinlichste Möglichkeit)</p>
<p>Szenario II: Route durch Weimar Nord (Plattenbausiedlung) oder oberhalb des Bahnhofs (Industriegebiet).</p>
<p>Szenario III: Nazis klagen über Verwaltungsgericht und Oberverwaltungsgericht ihre Route ein.</p>
<p><strong>Gegenaktivitäten:</strong> In der Stadt sind ein paar Aufkleber und  Schriftzüge zu sehen, diese gehen aber durch den zurzeit laufenden  Wahlkampf fast unter. Die Jugend- Antifa (ALW) hatte frühzeitig eine  <a href="http://www.erstermaiweimar.tk/">Seite, Aufruf, Aufkleber sowie Infostruktur</a> für diesen Tag bereit  gestellt. Deshalb schien es uns nicht sinnvoll eine weitere eigene  Mobilisierung auf die Beine zu stellen, da wir eine Undurchsichtigkeit  von Außen verhindern wollen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Wir gehen davon aus das am 1. Mai etwa 100-150 Nazis anreisen  werden. Dies kann durch die oben angeführten Szenarien natürlich noch  nicht sicher gesagt werden, da die Zahl bei einer Kundgebungen wohl  geringer ausfallen würde.</p>
<p><strong>Wir rufen trotzdem weiterhin dazu auf nach Weimar zu kommen.  Beteiligt euch an dezentralen Aktionen, lasst Euch was einfallen, es  gibt viele Möglichkeiten an diesem Tag.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Ergänzung: </strong>Das Aktionsnetzwerk mobilisiert zu einer <strong>gemeinsamen Anreise per Bahn</strong>. Treffpunkt hierfür soll am 1. Mai um 10 Uhr am Westbahnhof sein. (<a href="http://www.aktionsnetzwerk.de/cms/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=512:01052012-raus-auf-die-strasse-nazis-stoppen&amp;catid=46:termine&amp;Itemid=86">Quelle</a>)<strong><br />
</strong></p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>09.06.2012 Meiningen: &#8220;Thüringentag der nationalen Jugend&#8221;</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/04/22/09-06-2012-thuringentag-der-nationalen-jugend/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 14:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Volkstod vorantreiben. Nie wieder Deutschland! Gegen Nazifeste und deutsche Zustände! Unter dem Motto „Volkstod stoppen“ planen Thüringer Neonazis am 9. Juni 2012 in Meiningen ihren „11. Thüringentag der nationalen Jugend“. Diesen Aufmarsch von Neonazis wollen wir nicht ohne Weiteres &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/04/22/09-06-2012-thuringentag-der-nationalen-jugend/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><strong><span style="color: #000000">Den Volkstod vorantreiben. Nie wieder Deutschland!</span></strong><br />
<strong> <span style="color: #000000"> Gegen Nazifeste und deutsche Zustände!</span></strong></p>
<p style="text-align: justify"><span style="color: #000000"><a href="http://agst.afaction.info/meiningen-2012/aufruf.html"><img class="aligncenter" src="http://agst.afaction.info/meiningen-2012/pix/banner-600.jpg" alt="" width="600" height="171" /></a></span></p>
<p style="text-align: justify"><span style="color: #000000">Unter dem Motto „Volkstod stoppen“ planen Thüringer Neonazis am 9. Juni  2012 in Meiningen ihren „11. Thüringentag der nationalen Jugend“. Diesen  Aufmarsch von Neonazis wollen wir nicht ohne Weiteres hinnehmen. Aber:  Sich gegen Nazis zur Wehr zu setzen, ohne auf die gesellschaftlichen  Ursachen von Naziideologie hinzuweisen, halten wir für höchst  problematisch. Deswegen lehnen wir jegliche „Meiningen gegen Nazis“ und  „Bunt statt braun“-Rhetorik ab. </span></p>
<p style="text-align: justify"><span style="color: #000000">Wir wollen nicht Meiningens guten Ruf  gegen die Nazis verteidigen, sondern vielmehr darauf verweisen, dass  Naziideologie in Deutschland etwas ist, was notwendig seine Ursachen in  der bürgerlichen Gesellschaft hat und dass in diesem Land das Nachleben  des Nationalsozialismus <em>in</em> der Demokratie potentiell bedrohlicher ist, als das Nachleben des Nationalsozialismus <em>gegen</em> die Demokratie. Die größte Gefahr eines faschistischen Wiedererstarkens  geht nicht von den marginalisierten Nazis aus, sondern von der  bürgerlichen Ideologie des „geläuterten“ Deutschlands selber, in welcher  die Ursachen für die faschistische Barbarei fortwesen und in der  Kategorien, wie Volk und Nation Ausdruck anti-emanzipatorischen Denkens  sind. Deswegen wollen wir am 9. Juni nicht nur gegen die Naziplage auf  die Straße gehen, sondern gegen die Ursache für diese Plage überhaupt:  Deutschland.</span></p>
<p style="text-align: justify">weitere Infos unter <a href="http://antifa-meiningen.tk/">http://antifa-meiningen.tk/</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Keine Zukunft für Nazis &#8211; Hamburg 02.06.2012</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/04/22/keine-zukunft-fur-nazis-hamburg-02-06-2012/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 14:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Zukunft für Nazis! Rassistische Verhältnisse angreifen Am 2. Juni 2012 wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet unter dem Motto “Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung” durch die Hamburger Innenstadt marschieren. Nach dem die Faschist_innen bei ihrem &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/04/22/keine-zukunft-fur-nazis-hamburg-02-06-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><span style="color: #000000">Keine Zukunft für Nazis! Rassistische Verhältnisse angreifen</span></strong></p>
<p style="text-align: justify"><span style="color: #000000"><a href="http://www.notddz2012.blogsport.eu/aufruf-2/"><img class="alignleft" src="http://www.notddz2012.blogsport.eu/files/2012/04/plakat-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" /></a>Am 2. Juni 2012 wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet unter dem  Motto “Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung”  durch die Hamburger Innenstadt marschieren.</span></p>
<p style="text-align: justify"><span style="color: #000000">Nach dem die Faschist_innen bei ihrem letzten Aufmarschversuch am 1.  Mai 2008 auf massiven und breiten Widerstand in Hamburg gestoßen sind,  wagen sie nun nach über vier Jahren einen erneuten Anlauf. Dass ein  solcher Versuch nicht ohne unsere Gegenwehr verläuft, versteht sich von  selbst: Wir werden den Nazis entschlossen entgegentreten und ihre  völkische Propaganda mit allen Mitteln und auf allen Ebenen angreifen.</span></p>
<p style="text-align: justify"><strong><span style="color: #000000">Kein “Tag der deutschen Zukunft?”</span></strong><br />
<span style="color: #000000"> Seit 2009 veranstalten Nazis jedes Jahr im Juni den “Tag der deutschen  Zukunft” (TddZ). Offiziell angemeldet wird er von der “Initiative  Zukunft statt Überfremdung”, einer überregionalen Struktur von  sogenannten Freien Nationalisten und NPD-Sympathisant_innen aus  Norddeutschland. Die Organisator_innen sind zum Teil seit Jahrzehnten  bundesweit agierende Schlüsselfiguren der norddeutschen Naziszene.</span><br />
<span style="color: #000000"> Der Anmelder Thorsten Schuster ist Mitglied der Hamburger NPD. Der  Vorsitzende des Hamburger NPD-Landesverbandes, Torben Klebe, baute das  inzwischen verbotene Netzwerk Blood &amp; Honour auf. Sein  Stellvertreter Thomas Steiner Wulff ist einer der ideologischen Väter  des Konzepts der Freie Kameradschaften und war Anmelder des ersten TddZ  in Pinneberg 2009. Bei den diesjährigen Aufmarschvorbereitungen steht  der NPD zudem die Kameradschaft Neonazis in Hamburg (NIH) zur Seite, die  von Tobias Thiessen und Inge Nottelmann geführt wird. Nottelmann war  bereits Anmelderin des Naziaufmarsches in Hamburg-Barmbek am 1. Mai  2008. Daneben mobilisiert auch die sogenannte Weisse Wölfe Terrorcrew  nach Hamburg.</span></p>
<p style="text-align: justify"><span style="color: #000000"><a href="http://www.notddz2012.blogsport.eu/aufruf-2/">weiterlesen&#8230;</a><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vortrag: &#8220;Verratenes Israel  &#8211; Der Westen und Deutschland als Förderer des iranischen Regimes&#8221;</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/03/29/vortrag-verratenes-israel-der-westen-und-deutschland-als-forderer-des-iranischen-regimes/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 08:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://atfjena.blogsport.eu/?p=606</guid>
		<description><![CDATA[Vorträge und Diskussion mit Stephan Grigat und Sebastian Mohr Montag, 23. April 2012, 19:00 Uhr Hörsaal 5, Campus der FSU Carl-Zeiß-Straße 3, Jena Der Konflikt um das iranische Atomprogramm spitzt sich gefährlich zu. Teheran droht vor dem Hintergrund der Sanktionen &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/03/29/vortrag-verratenes-israel-der-westen-und-deutschland-als-forderer-des-iranischen-regimes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Vorträge und Diskussion mit</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Stephan Grigat und Sebastian Mohr</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Montag, 23. April 2012, 19:00 Uhr</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Hörsaal 5, Campus der FSU<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify">Carl-Zeiß-Straße 3, Jena</p>
<p style="text-align: justify">Der Konflikt um das iranische  Atomprogramm spitzt sich gefährlich zu. Teheran droht vor dem  Hintergrund der Sanktionen des Westens mit einer Blockade der Straße von  Hormus. Die Meerenge ist eine der strategisch wichtigsten Handelswege.  Die USA reagierten bereits und sandten Flugzeugträger in die Region.  Israel sieht sich auf Grund des bisherigen Verhaltens des Westens  genötigt, über einen Präventivschlag gegen Irans Nuklearanlagen  nachzudenken, denn das iranische Regime, das den Holocaust leugnet, hat  dem jüdischen Staat mehrfach unverhohlen mit der Vernichtung gedroht.</p>
<p style="text-align: justify">Trotz aller Sanktionen ist die  Bundesrepublik, die sich – zumindest was die offizielle Politik betrifft  – rhetorisch gerne an die Seite Israels stellt, bis heute die  wichtigste Stütze des Regimes aus Ajatollahs und Pasdaran, das  fieberhaft daran arbeitet, sich mittels seines Nuklearwaffen- und  Raketenprogramms, das aus den Einnahmen des Außenhandels finanziert  wird, die entsprechenden Mittel für seine Vernichtungsdrohungen und  -phantasien zu beschaffen.</p>
<p style="text-align: justify">Niemand vermag mit Gewissheit zu sagen,  wie groß im postnazistischen Deutschland die insgeheime Bewunderung für  diesen antiwestlichen Furor des iranischen Regimes ist, das mit seiner  Propagierung eines dritten Weges zwischen ‚Osten‘ und ‚Westen‘ sowie  seinem von konkurrierenden Rackets beherrschten Unstaat durchaus in der  Tradition des Nationalsozialismus steht, die es als moderne Theokratie  mit einem „gemeinsamen Oberkommando Allahs und seines Propheten“  (Gerhard Scheit) in anderen Fragen jedoch wieder verwirft. Was die  Deutschen mehrheitlich von jenem Staat denken, dem die Machthaber in  Teheran Tod und Verderben an den Hals wünschen, ist hingegen bekannt:  2003 hielten 65 % der Deutschen laut einer EU-Umfrage Israel für „die  größte Gefahr für den Weltfrieden“. 2004 erklärten über die Hälfte der  Bundesbürger: „Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht,  ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten  Reich mit den Juden gemacht haben.“ Knapp 70 % waren der Meinung, Israel  führe „einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“. 2007  positionierten sich laut einer BBC-Umfrage 77 % der Deutschen eindeutig  negativ gegenüber Israel, das jeden Deutschen alleine durch seine  Existenz an Auschwitz und Majdanek, an Treblinka und Sobibor erinnert.</p>
<p style="text-align: justify">Dass sich derartige Einstellungen  keineswegs automatisch auf die Nahost-Politik der deutschen Regierung  auswirken, liegt in erster Linie an jener special relationship, die dem  postnazistischen Deutschland in der Nachkriegszeit zu Israel aufgenötigt  wurde. Deutschland sah und sieht sich noch weitgehend gezwungen,  israelische Anliegen in internationalen Gremien in der Regel zu  unterstützen, solange sie deutschen Wirtschaftsinteressen nicht allzu  sehr entgegenstehen. Die Deutschen tun so, als würden sie plötzlich  Juden mögen und sich aus ehrlicher Scham über die deutsche Geschichte um  das Wohlergehen des jüdischen Staates sorgen.</p>
<p style="text-align: justify">Vor diesem Hintergrund kann die Tatsache,  dass der Bundestag das einzige europäische Parlament ist, in dem nach  dem Aufbringen der Hamas-Solidaritätsflotte durch die israelische Armee  im Sommer 2010 eine Resolution gegen das Vorgehen der IDF ohne  Gegenstimmen verabschiedet wurde, durchaus als Schritt hin zum Bruch mit  der postnazistischen Normalität gesehen werden, in der die stets  behauptete ‚Verpflichtung‘ gegenüber Israel zu den letzten noch  sichtbaren Resten der Erinnerung an die deutsche Schuld gehört. Noch  deutlicher als vor zehn Jahren zeigt sich heute, dass sich in  Deutschland das Nachleben des Nationalsozialismus nicht in der Gefahr  faschistischer Massenaufmärsche und auch nicht in einem klassischen  Geschichtsrevisionismus artikuliert, sondern etwa im Appeasement  gegenüber dem Iran, anderen islamischen Djihadisten und in der  Delegitimierung des Zionismus; eine Delegitimierung, die einstweilen im  politischen Mainstream noch als Kritik an der konsequenten  Selbstverteidigung Israels daherkommt, während der Frontalangriff auf  den jüdischen Staat in der Regel Islamisten, Nazis und – derzeit in  Europa am publikumswirksamsten – vermeintlich radikalen Linken  überlassen bleibt.</p>
<p style="text-align: justify"><em>Stephan Grigat</em> ist  Lehrbeauftragter an der Universität Wien, wissenschaftlicher Mitarbeiter  des Bündnisses STOP THE BOMB, freier Autor und Mitherausgeber von „Der  Iran. Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen  Förderer“ (Wien 2008) sowie „Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes  und Perspektiven der Freiheitsbewegung“ (Wien 2010).</p>
<p style="text-align: justify"><em>Sebastian Mohr</em> ist Mitarbeiter  des Mideast Freedom Forum Berlin und des Bündnisses STOP THE BOMB in  Deutschland sowie Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der Scholars  for Peace in the Middle East.</p>
<p style="text-align: justify">Veranstaltet von <a href="http://stopthebombjena.wordpress.com/">STOP THE BOMB Jena</a> in Kooperation mit der <a href="http://associationpdt.wordpress.com/" target="_blank">Association Pomme de Terre</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bericht zur &#8220;Damals wie heute!&#8221;-Demo in Saalfeld</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/03/12/bericht-zur-damals-wie-heute-demo-in-saalfeld/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 10:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://atfjena.blogsport.eu/?p=598</guid>
		<description><![CDATA[Hier dokumentieren wir den ersten kurzen Bericht der Organisator_innen. Als besondere Leseemfehlung möchten wir euch den von der Antifa Arnstadt-Ilmenau gehaltenen Redebeitrag empfehlen. Diesen findet ihr genauso wie die anderen Redebeiträge am Ende des Artikels. via Antifaschistisches Jugendbündnis Saalfeld Am &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/03/12/bericht-zur-damals-wie-heute-demo-in-saalfeld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Hier dokumentieren wir den ersten kurzen Bericht der Organisator_innen. Als besondere Leseemfehlung möchten wir euch den von der Antifa Arnstadt-Ilmenau gehaltenen Redebeitrag empfehlen. Diesen findet ihr genauso wie die anderen Redebeiträge am Ende des Artikels.</p>
<p style="text-align: justify"><em>via <a href="http://damalswieheute.blogsport.de/2012/03/12/demo-bericht/">Antifaschistisches Jugendbündnis Saalfeld</a></em></p>
<p style="text-align: justify"><img src="http://damalswieheute.blogsport.de/images/thumb-front.jpg" alt="Fronttransparent" /></p>
<p style="text-align: justify">Am 10.3.2012 fand unsere Demonstration „Damals wie Heute – rechten Konsens brechen“ in Saalfeld statt.</p>
<p style="text-align: justify">Etwa 300 Menschen nahmen ab 14 Uhr an unserer Demonstration teil,  deren Route vom Bahnhof auf den Markt führte, wo die erste  Zwischenkundgebung abgehalten wurde. Danach zogen die vorwiegend jungen  Antifaschist_innen über den Boulevard zum Meininger Hof, anschließend an  der Polizei vorüber zur Südstadtgalerie und am Klubhaus der Jugend  vorbei zurück zum Markt.<br />
Die Stimmung war gut, die Demospitze laut und so konnte der Forderung  den rechten Konsens zu brechen kraftvoll Nachdruck verliehen werden.<br />
Die Polizei begleitete den Demonstrationszug zurückhaltend und  ermöglichte damit eine gute Außenwirkung. Da die Nazis dazu aufgerufen  hatten, unsere Veranstaltung zu stören, konzentrierten sich die  Beamt_innen darauf Störaktionen rechter Kleingruppen zu verhindern.<br />
Jedoch schaffen es mehrere Nazis direkt an der Aufzugsstrecke zu  provozieren und Fotos oder Videos aufzunehmen. Einige von ihnen wurden  in Gewahrsam genommen oder mussten den Rückzug antreten. Die Nazis  beschädigten ein am Bahnhof geparktes Auto eines DGB-Funktionärs und  bedrohten diesen später auf der Polizeiwache.<br />
Wir schätzen die Demonstration als erfolgreich ein und sehen sie als  Auftakt für weitere antifaschistische Aktivitäten im Landkreis. Ein  herzlicher Dank geht an alle Menschen, die vorwiegend aus Thüringen,  Sachsen und Sachsen-Anhalt den Weg nach Saalfeld fanden um die  Antifaschist_innen hier zu unterstützen.</p>
<p style="text-align: justify">Die gehaltenen Redebeiträge:<br />
<a href="http://damalswieheute.blogsport.de/aufruf/">Aufruf zur Demonstration</a><br />
<a href="http://www.infoladen.de/il/sljena/archiv/vs/brandt6.html">Aufruf zur verbotenen Demonstration am 11.10.97</a><br />
<a href="http://damalswieheute.blogsport.de/images/redebeitrag_antifa_arnstadtilmenau.pdf">Redebeitrag der Antifa Arnstadt-Ilmenau</a><br />
<a href="http://damalswieheute.blogsport.de/images/redebeitrag_grenzenlos_ev.pdf">Redebeitrag des Grenzenlos e.V. – Verein für Menschenrechte</a></p>
<p style="text-align: justify">Presseberichte:<br />
<a href="http://saalfeld.otz.de/web/saalfeld/startseite/detail/-/specific/300-Teilnehmer-bei-Anti-Nazi-Demo-in-Saalfeld-980346068">OTZ 11.03.12</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Damals wie heute: Rechten Konsens brechen!&#8221; Antifaschistische Demonstration in Saalfeld am Sonnabend [Update]</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/03/07/damals-wie-heute-rechten-konsens-brechen-antifaschistische-demonstration-in-saalfeld-am-sonnabend/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 15:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Update: EA-Nummer: 01523/6511083 Rechtshilfetipps und ein Demo-1&#215;1 gibt&#8217;s hier. Für diejenigen unter euch, die mit der Bahn anreisen möchten, bietet sich die Regionalbahn an, die um 12:48 Uhr am Gleis 1 vom Paradiesbahnhof Richtung Saalfeld fährt. Passt jedoch auf euch &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/03/07/damals-wie-heute-rechten-konsens-brechen-antifaschistische-demonstration-in-saalfeld-am-sonnabend/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Update:</strong></p>
<ul>
<li><strong>EA-Nummer: 01523/6511083</strong></li>
</ul>
<ul>
<li>Rechtshilfetipps und ein Demo-1&#215;1 gibt&#8217;s <a href="http://damalswieheute.blogsport.de/demo/">hier.</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Für diejenigen unter euch, die mit der Bahn anreisen möchten, bietet sich die Regionalbahn an, die <strong>um 12:48 Uhr am Gleis 1 vom Paradiesbahnhof </strong>Richtung Saalfeld fährt. Passt jedoch auf euch auf! Mit der Präsenz von Bullen und Nazis sollte gerechnet werden.</li>
</ul>
<p><strong>Aufruf:</strong></p>
<p style="text-align: justify"><a href="http://damalswieheute.blogsport.de/"><img class="alignleft" src="http://damalswieheute.blogsport.de/images/Unbenannt1.jpg" alt="" width="200" height="262" /></a>In den letzten drei Jahren fanden im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt  mindestens 22 Konzerte der rechten Szene statt. Die Nazis verfügen mit  dem „Alten Labor“ in Unterwellenborn, dem „Ostfeld 0“ in Schmiedefeld  und der „Schwedenschanze“ in Deesbach über mehrere Locations, um  regelmäßig Veranstaltungen durchführen zu können. Wäre es nach den  Wählerinnen und Wählern im Landkreis gegangen, säße die NPD im Thüringer  Landtag. Sie erzielte bei der Wahl 2009 hier das beste Ergebnis. Das  Auftreten vom Freien Netz Saalfeld und der NPD wurde in der  Vergangenheit immer offensiver und gipfelte schließlich am 03. März 2012  in den Spontandemonstrationen durch die Saalfelder Innenstadt und den  Stadtteil Gorndorf.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Saalfeld nazifrei</strong><br />
Anstoß wird an diesen Umständen kaum genommen. Die meisten der  Saalfelder Klubbesucher_innen und Partygänger_innen unter 20 haben  vermutlich noch nie bei einem Besuch der zentral gelegenen Kneipen oder  des „Klubhauses der Jugend“ Probleme mit Nazis erlebt. Konnten solche  alltäglichen Aktivitäten in den 1990er Jahren noch in Schlägereien auf  dem Heimweg oder Überfällen eines Nazi-Mobs enden, hören sich diese  Vorfälle für die meisten Jugendlichen heute eher wie Räuberpistolen an.  Sorgte früher eine starke linke Szene durch eher handfestes Vorgehen  dafür, dass sich Faschos schon aus Eigeninteresse eher auf umliegende  Städte und Dörfer verteilten, ist die Situation heute größtenteils von  entpolitisierten Jugendlichen geprägt.<br />
Mit dem Wegfall der Selbstbetroffenheit durch rechte Übergriffe und  einem Erschlaffen der Naziszene verschwand auch die Einsicht, sich mit  Nazis auseinanderzusetzen und gegen sie aktiv zu werden. Teile des  Publikums, das an einem Tag mit Linken in Saalfeld feiert, klatscht am  nächsten mit Faschos in der Disco ab. Mensch versteht sich und hat keine  Probleme miteinander. Politik nervt sowieso und hat beim Party machen  nichts verloren. Außerdem kennt mensch sich ja von früher aus der Schule  und so übel ist der oder die in dem „Ruhm und Ehre der  Wehrmacht“-T-Shirt auch nicht.<br />
Solange Nazis keinen Stress bereiten und nicht gerade den nächsten  Bekannten tätlich angreifen, gibt es keine Probleme. Sich über die  menschenfeindliche Einstellung dieser Personen Gedanken zu machen,  erscheint abwegig. Selbst in alternativen Locations reicht es mitunter,  wenn der oder die rechtsoffene Dorfbewohner_in seine oder ihre Thor  Steinar-Jacke zurück zum Auto bringt, um am Einlass durchgewunken zu  werden.<br />
Wenn Personen etwas gegen Nazis haben, geschieht dies eher selten aus  der Einsicht, dass deren Verhalten ein Angriff auf die Einzigartigkeit  jeder Person ist, sondern weil es Teil eines allgemeinen  Grundverständnisses ist, dass „Nazis schon doof sind“ und mensch die ja  nicht gut finden kann. Daraus resultiert dann auch, dass sich homophobe  Beleidigungen wie „Schwuchtel“, sexistisches Verhalten und autoritäre  Charaktereigenschaften quer durch alle Jugendszenen ziehen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Nichts hat sich geändert</strong><br />
Von der lokalen Politik und Presse werden Nazis und ihre Aktionen so gut  wie nicht wahrgenommen. Journalismus beschränkt sich im örtlichen  Zonenblatt OTZ auf das Kopieren von Pressemitteilungen der Polizei. Ist  sonst kein Anlass nichtig genug, um mit ihm die nächste Seite im  Lokalteil zu füllen – sei es ein umgeworfener Blumenkübel auf dem Markt  oder die neusten Brötchensorten beim Bäcker in Dorf XY – grenzt es an  eine unlösbare Aufgabe nachzufragen und Öffentlichkeit zu schaffen, wenn  es ständig zu Nazi-Veranstaltungen im Landkreis kommt. Ob dies aus  fehlendem Interesse, Absicht oder schlichter Unfähigkeit geschieht – man  befindet sich auf einer Linie mit den lokalen Parteien und Behörden. Es  wird verschwiegen und wenn möglich, nicht wahrgenommen, was hier  passiert.<br />
Jede Form von Öffentlichkeit könnte der Stadt, Gemeinde und den  Tropfsteinen im Touristenmagnet Feengrotten schaden. Wenn kritische  Stimmen aufkommen, werden diese schlicht ignoriert oder als Panikmache  von linken Chaoten_innen abgetan. Was die Familienministerin Kristina  Schröder und konservative Kräfte mit ihrem Geschwätz vom Extremismus und  der Gleichheit von links und rechts propagieren, ist bei der normalen  Bevölkerung im Landkreis ohnehin Common Sense.<br />
Wo NPD-Kader auf Kirmsen und Dorffesten seit Jahren anerkannte  Bestandteile der Organisation und Dorfgemeinschaft sind, ist die  Sensibilität für politische Themen generell nicht vorhanden. Eine  rassistische und nationalistische Grundstimmung zeigte sich unter  anderem, als die Pfarrersfamilie Neuschäfer an die Öffentlichkeit trat  und die alltäglichen Zustände im Landkreis als Grund für ihren Wegzug  nannte. Reflexartig reagierte die öffentliche Meinung mit bestem  Volksgemeinschaftsverhalten und schob der Familie die eigentliche Schuld  unter. Alltäglicher Rassismus, Hass auf Fremdes und Zustimmung zu  Positionen eines Thilo Sarrazin sind, wie in anderen ostdeutschen  Städten, Normalität. Weil nicht sein darf, was nicht sein kann, wird es  weiterhin an linken Chaoten_innen hängen bleiben, Kritik an diesen  Verhältnissen zu üben.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Damals wie heute</strong><br />
Unser Motto „Damals wie heute – rechten Konsens brechen!“ ist an jenes  der verbotenen antifaschistischen Demonstration vom 11. Oktober 1997  angelehnt. 1997 sollte ebenfalls auf die Etablierung von faschistischen  Strukturen im Landkreis aufmerksam gemacht werden. Auch wenn die  Situation damals ungleich schlimmer war als heute, zeigen sich dennoch  Parallelen. Nicht nur sind immer noch rechte Kader aus dieser Zeit  aktiv, geändert hat sich auch das Verhalten der Bevölkerung nicht.<br />
Die von Tino Brandt in den 1990ern maßgeblich mit Geldern des VS  aufgebaute rechte Szene zieht ihre Spuren bis heute – sei es durch die  Morde der NSU, welche aus dem „Thüringer Heimatschutz“ hervorging oder  Nazikader, die inzwischen als Geschäftsleute gesellschaftlich akzeptiert  sind und so Logistik und Geldmittel für die Szene bereitstellen. Die  kritische Auseinandersetzung mit der rechten Ideologie und den  faschistischen Strukturen wurde und wird mit Repression überzogen und  die bürgerliche Gesellschaft wollte und will davon erst recht nichts  wissen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Jetzt mal ehrlich</strong><br />
Eine Demonstration wird die Verhältnisse hier nicht auf den Kopf stellen  oder dauerhaft ändern. Dies wäre nur zu erreichen mit radikaler  Gesellschaftskritik, die sich nicht mehr, wie die Feuerwehr, an den  neuesten Schwelbränden neonazistischer Gruppen abarbeitet, sondern sich  aus einer Position von marginalen Kleingruppen und Einzelpersonen löst,  um gegen Staat und Kapitalismus zu arbeiten.<br />
Solange dafür keine Perspektive besteht, darf es ein legitimes Ziel  sein, dauerhaft Ruhe vor Nazi-Demos und deren Kadern zu haben. Dafür  soll unsere Demonstration der Startschuss sein und den Winterschlaf in  Saalfeld beenden.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Endlich wieder in die Offensive gehen!</strong></p>
<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://damalswieheute.blogsport.de/">Antifaschistisches Jugendbündnis Saalfeld</a></strong></p>
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		<title>Saalfeld: Mehrere nächtliche Nazi-Demos</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/03/05/saalfeld-mehrere-nachtliche-nazi-demos/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 08:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachfolgend dokumentieren wir einen Bericht der Antifa Saalfeld. Allem Anschein nach haben auch Neonazis aus Jena an diesen Veranstaltungen teilgenommen. via Autonome Antifa Saalfeld Am 03. März 2012 kam es in Saalfeld (Thüringen) zu spontanen Aufmärschen rechtsradikaler Gruppen. Zum wiederholten &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/03/05/saalfeld-mehrere-nachtliche-nazi-demos/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify">
<p>Nachfolgend dokumentieren wir einen Bericht der <a href="http://antifaslf.blogsport.de/">Antifa Saalfeld</a>. Allem Anschein nach haben auch Neonazis aus Jena an diesen Veranstaltungen teilgenommen.</p>
<p><em>via <a href="http://antifaslf.blogsport.de/2012/03/05/mehrere-naechtliche-nazi-demos/">Autonome Antifa Saalfeld</a></em></p>
<p>Am 03. März 2012 kam es in Saalfeld (Thüringen) zu spontanen Aufmärschen rechtsradikaler Gruppen.</p>
<p>Zum wiederholten Male sollte ein Nazi-Konzert im  „Alten Labor“ in  Unterwellenborn, einer Nachbargemeinde von Saalfeld, stattfinden,  welches aber von der Polizei verhindert wurde. Anmelder war wie üblich  Steffen Richter, der in den letzten Jahren für eine Vielzahl von  Veranstaltungsanmeldungen in der Umgebung von Saalfeld verantwortlich  war. Das Konzert war am Freitag von der Gemeinde Unterwellenborn  verboten worden, dieses Verbot wurde jedoch anschließend vom  Verwaltungsgericht Gera wieder aufgehoben.<br />
Allerdings wurden die im Januar nach einer Gefahrenverhütungsschau vom  Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt erlassenen Brandschutzauflagen nicht  erfüllt, sodass das Verbot für öffentliche Veranstaltungen im „Alten  Labor“ in Kraft trat.</p>
<p>Nachdem die aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Nazis von der  Polizei in Unterwellenborn abgewiesen wurden, sammelten sich nach  Polizeiangaben etwa 30, nach Augenzeugenberichten jedoch etwa 50  gewaltbereite Rechte und zogen mit einer Spontandemonstration durch die  Innenstadt von Saalfeld um gegen dieses Verbot zu protestieren.</p>
<p>Dabei stellten sie in der Innenstadt eine Gefahr für alle Menschen  dar, die nicht in ihr Weltbild passen. So versuchten sie zum  alternativen „Klubhaus der Jugend“ zu gelangen um es anzugreifen. Die  Polizei konnte sie gerade noch rechtzeitig abdrängen und die Nazis  drehten ab.<br />
Kurz darauf konnten sie unter den Augen der Polizei mehrmals auf  Antifaschist_innen losgehen, die sich jedoch glücklicherweise in  Sicherheit bringen konnten. Wegen der inzwischen erhöhten Polizeipräsenz  wurde anschließend eine weitere Spontandemonstration in Gorndorf, einem  Stadtteil von Saalfeld, durchgeführt. Beide Aufmärsche wurden ebenfalls  von Richter, welcher bereits seit langem eine Führungsperson der  rechten Szene ist, angemeldet.<br />
Mehrere Kleingruppen der Nazis blieben jedoch in der gesamten Innenstadt zurück und bedrohten aggressiv Menschen.</p>
<p>Das schon seit langem immer offensiver werdende Auftreten von Nazis  in Saalfeld und Umgebung, sollte auch den letzten linken Menschen im  Landkreis gezeigt haben, dass ein ruhiger Kiez ohne Probleme mit Nazis  keine Selbstverständlichkeit mehr ist.</p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Vortrag am 08. März in Jena: &#8220;Von Spitzeln und wie wir uns dagegen wehren können&#8221;</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/02/29/vortrag-am-08-marz-in-jena-von-spitzeln-und-wie-wir-uns-dagegen-wehren-konnen/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 09:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://atfjena.blogsport.eu/?p=581</guid>
		<description><![CDATA[Vortrag zum Heidelberger Spitzelskandal &#8220;Simon Brenner&#8221; am 8. März 2012, 19h im SR 120 der FSU Jena (CS3) Veranstalter: AK Politische Bildung des StuRa der FSU Fast ein Jahr lang gewann der Verdeckte Ermittler Simon Bromma Einsicht in politische Aktivitäten &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/02/29/vortrag-am-08-marz-in-jena-von-spitzeln-und-wie-wir-uns-dagegen-wehren-konnen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Vortrag zum Heidelberger Spitzelskandal &#8220;Simon Brenner&#8221;</strong><br />
<strong>am 8. März 2012, 19h im SR 120 der FSU Jena (CS3)</strong><br />
<strong>Veranstalter: AK Politische Bildung des StuRa der FSU</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="http://haskala.de/wp-content/uploads/2012/02/bawuespitzel.jpg" alt="" width="200" height="218" />Fast ein Jahr lang gewann der Verdeckte Ermittler Simon Bromma Einsicht in politische Aktivitäten und private Bereiche links orientierter Personenkreise in Heidelberg und Umgebung. Getarnt als ordentlich immatrikulierter Student &#8220;Simon Brenner&#8221; sammelte er ab Winter 2009 umfangreiche Informationen über Strukturen und Einzelpersonen, bis er am 12.12.2010 zufällig enttarnt werden konnte.</p>
<p>Das Vorgehen von LKA, baden-württembergischem Innenministerium und Heidelberger Polizeidirektion, die noch weitere, bisher unbekannte Verdeckte ErmittlerInnen in Heidelberg eingesetzt hatten, ist schockierend, aber Teil zunehmender Repression &#8211; vor allem gegen die außerparlamentarische Antifa-Szene, das eigentliche Einsatzziel der Spitzel.</p>
<p style="text-align: justify">Ein Bericht der ins polizeirechtsstaatliche Visier geratenen &#8220;Zielperson&#8221; und über die von sieben Menschen angestrengte Fortsetzungsfeststellungsklage gegen den mit geheimdienstlichen Methoden widerrechtlich durchgeführten Einsatz.</p>
<p>Mehr Infos auf: <a href="http://spitzelklage.blogsport.de/">spitzelklage.blogsport.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leipzig: &#8220;Im Osten nichts Neues&#8221; &#8211; Antifa-Demo am 24. März</title>
		<link>http://atfjena.blogsport.eu/2012/02/28/leipzig-im-osten-nichts-neues-antifa-demo-am-24-marz/</link>
		<comments>http://atfjena.blogsport.eu/2012/02/28/leipzig-im-osten-nichts-neues-antifa-demo-am-24-marz/#cmnt</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 11:26:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Atf Jena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://atfjena.blogsport.eu/?p=576</guid>
		<description><![CDATA[Im Osten nichts Neues. Gegen Nazis und rechte Alltagskultur. Aufruf für eine antifaschistische Kampagne im Leipziger Osten +++ Antifaschistische Demonstration am Sonnabend, den 24. März um  12 Uhr Friedrich-List-Platz +++ Auf Grund der zahlreichen Aktivitäten von Neonazis und anderen Rechten &#8230; <a href="http://atfjena.blogsport.eu/2012/02/28/leipzig-im-osten-nichts-neues-antifa-demo-am-24-marz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify">
<p><strong>Im Osten nichts Neues. Gegen Nazis und rechte Alltagskultur.<br />
Aufruf für eine antifaschistische Kampagne im Leipziger Osten</strong></p>
<p style="text-align: left"><strong>+++ Antifaschistische Demonstration am Sonnabend, den 24. März um  12 Uhr Friedrich-List-Platz +++</strong></p>
<p><a href="http://ladenschluss.blogsport.de/"><img class="alignleft" src="http://ladenschluss.blogsport.de/images/banner1.jpg" alt="" width="160" height="300" /></a>Auf Grund der zahlreichen Aktivitäten von Neonazis und anderen Rechten sowie der Ansiedlung des Ladengeschäfts „<a href="http://ladenschluss.blogsport.de/2011/12/23/ladenschluss-buendnis-leipzig-is-back/">Fighting Catwalk</a>“  im Leipziger Osten haben sich verschiedene lokale Akteure und <a href="http://ladenschluss.blogsport.de/">das  Leipziger Ladenschlussbündnis</a> zusammengetan, um dem rechten Alltag  entgegenzutreten. Gemeinsam rufen wir zu einer antifaschistischen  Kampagne und Offensive für das Jahr 2012 auf – als erster Höhepunkt  findet am Sonnabend, den 24. März (Start 12 Uhr, Friedrich-List-Platz)  eine <strong>Demonstration im Leipziger Osten</strong> statt. Hierfür ist bereits ein Aufruf (siehe unten) erschienen, alle weiteren Informationen und Fakten folgen…<span id="more-576"></span></p>
<p>************************************************</p>
<p>Im Frühjahr 2008 zogen hunderte Menschen durch den Leipziger Osten  und demonstrierten gegen die vorhandenen Nazistrukturen und die bis dato  mehrheitlich untätige Bewohner_innenschaft.<br />
Damals gelang es, den organisierten Nazis Einhalt zu gebieten. Mit dem  Zuzug von Studierenden und linksalternativen Menschen veränderte sich  das Klima im Stadtteil. Außerdem entstanden in dieser Zeit im Osten  verschiedene Orte für linksalternative Kultur- und Politikprojekte und  Personen.<br />
Doch spätestens seit Herbst 2011 bekommt das Bild vom Wandel im Leipziger Osten einen deutlichen Riss.</p>
<p><strong>Mittel zum Zweck?</strong></p>
<p>Zwischen November 2011 und Februar 2012 nutzten Personen, die der  Leipziger Naziszene angehören, eine Wohnung in der Langen Straße 15  (Zentrum-Ost) als semi-öffentlichen Party- und Veranstaltungsraum.  Darunter waren bekannte Gesichter der Leipziger NPD sowie der  gewaltbereiten, rechtsorientierten Fußball-Fanszene, Akteure die bis  2011 das NPD-Zentrum in der Odermannstraße in Lindenau als Domizil  nutzten.<br />
Bei Feiern im Erdgeschoss der Langen Straße 15 am Abend des 9. Dezember  2011 und in der Silvesternacht kam es zu massiven verbalen Beleidigungen  und   Sachbeschädigungen, was die Anwesenheit der neuen Nachbarn für  die Anwohner_innen der gesamten Langen Straße zur realen Bedrohung  machte.<br />
So geriet auch das translesbischwule Projekt „RosaLinde“, das sich in  unmittelbarer Nachbarschaft befindet, in den Fokus der Nazis. Pöbelnd  und „Sieg Heil“-rufend provozierten diese vor deren Räumlichkeiten.</p>
<p>Versuche von verschiedenen Seiten, Kontakt mit der Eigentümerin des  Hauses aufzunehmen, scheiterten und blieben unbeantwortet. Erst der  Druck der Öffentlichkeit schien der Eigentümerin eine Reaktion zu  entlocken. Nach Pressemitteilungen und mehreren Berichten in  verschiedenen Medien blieben oben genannte Personen der Langen Straße  fern.</p>
<p>Offensichtlich ist der Eigentümergesellschaft „Kling-Group“ ein  guter Ruf in der Öffentlichkeit wichtiger, als die Sicherheit der  Bewohner_innen in von ihr  vermieteten Häusern. Der gesamte Verlauf der  Auseinandersetzung mit den Nazis und die Verweigerungshaltung der  Eigentümerin lassen den Verdacht aufkommen, dass die Nazis hier als  Mittel zur Entmietung genutzt werden sollten.</p>
<p><strong>Herrenausstatter!</strong></p>
<p>Zeitgleich – am 4. Dezember 2011 – eröffnete im Stadtteil  Leipzig-Reudnitz, im Täubchenweg 43b, ein Geschäft mit dem Namen  „Fighting Catwalk“. Das Geschäft ist nach einem gleichnamigen  Online-Versandhandel für Kleidung und Kampfsport-Utensilien benannt.  Geschäftsführer des Ladens ist Christian Pohle, der sich im  gewaltbereiten Fanumfeld des 1. FC Lok Leipzig bewegt.<br />
Der kampfsporterprobte Christian Pohle kämpfte in der Vergangenheit auch  für den Boxverein „Fighting Fellas Wurzen“. Einzelne Mitglieder des  Vereins waren 2009 an einem gewaltsamen Überfall auf Spieler und Fans  des Roten Stern Leipzig in Brandis beteiligt.<br />
Das Sortiment des „Fighting Catwalk“ umfasst, neben einschlägigen  Hooligan-Marken, vor allem Waren der bei Nazis beliebten Kleidungsmarke  „Thor Steinar“. In den Kollektionen der Marke finden sich deutliche  Anspielungen auf die NS-Geschichte und den deutschen Kolonialismus.  Christian Pohle stellt mit seinem Ladengeschäft ein Stück Infrastruktur  für die lokale Naziszene und bündelt und vernetzt einschlägiges  Klientel.</p>
<p><strong>Im Osten nichts Neues</strong></p>
<p>Bereits in der Vergangenheit gab es im Leipziger Osten gehäuft  rassistische Übergriffe, Nazidemonstrationen und Überfälle auf linke  Wohn- und Kulturprojekte. Der Stadtteil galt als Hauptaktionsfeld der  sich reaktivierenden Naziszene. Im Winter 2008 griffen Mitglieder der  Freien Kräfte Leipzig mehrfach ein Wohnhaus in der Holsteinstraße  an  und versuchten so im Stadtteil eine Drohkulisse aufzubauen.<br />
Weitere Aktionen durch Nazis gegen Menschen, die nicht ins rechte  Weltbild passen, folgten und wurden durch die Anwohner_innen  größtenteils geduldet.<br />
Als Gegenpol zu diesen Widerlichkeiten gründete sich das linke  Ladenprojekt Atari, welches seitdem immer wieder Zielscheibe von  Naziangriffen ist.<br />
Damals gelang es, organisierte Strukturen zu verdrängen, jedoch ist und  war das noch kein Grund zum Feiern, da sich rechtes Gedankengut und  rechte Alltagskultur beständig halten. Die Demonstrationen anlässlich  eines Sexualmordes an einer Minderjährigen im Sommer und Herbst 2008  zeigten, wie anschlussfähig rechte, autoritäre Einstellungen sind.  Zahlreiche Stadtteilbewohner_innen demonstrierten damals Hand in Hand  mit organisierten Nazis unter dem Motto: „Todesstrafe für  Kinderschänder“.<br />
2010 wurde in Volkmarsdorf zur Gründung einer Bürgerwehr gegen die im  Stadtteil lebenden Roma aufgerufen. Mit dem Aufruf zeigten sich die  antiziganistischen Ressentiments und Anfeindungen von breiten Teilen der  Bewohner_innenschaft ganz offen und wurden mit tatkräftiger  Unterstützung der NPD auf die Spitze getrieben.<br />
Diese Einstellungen drückten sich auch in den Ergebnissen der letzten  Wahlen aus: Im Leipziger Osten konnte die NPD zu den Kommunal- und  Landtagswahlen 2009 die stadtweit besten Ergebnisse erzielen.</p>
<p><strong>Keine Atempause</strong></p>
<p>Wir haben uns zusammengeschlossen, um den aktuellen Entwicklungen  etwas entgegenzusetzen: Wir finden es zum Kotzen, dass Ladengeschäfte  und andere Räume ohne Bedenken an Nazis vermietet werden. Wir finden es  unerträglich, dass rechte Ideologien gesellschaftsfähig sind. Wir nehmen  es nicht länger hin, dass sich Stadteilbewohner_innen in  Nazidemonstrationen einreihen oder wegschauen, wenn Menschen  diskriminiert werden. Wir wollen nicht länger in einem chauvinistischen,  autoritären Umfeld leben.</p>
<p>In den letzten Jahren rückte das Nazizentrum in der Odermannstraße  in Leipzig-Lindenau zurecht in den Fokus der Öffentlichkeit und der  antifaschistischen und zivilgesellschaftlichen Aufmerksamkeit. Hier  fanden zahlreiche Aktionen gegen Nazismus und Diskriminierung statt.  Diese Aktivitäten wollen wir nun auch in den Osten der Stadt tragen.</p>
<p>Uns eint das Ziel eines angstfreien Zusammenlebens, das Ziel ein  Alltagsklima zu schaffen, das frei von Rassismus, Antisemitismus,  Homophobie und Sexismus sowie jeder Form von Ausgrenzung und Abwertung  von Menschen ist. Im Leipziger Osten, wie überall.</p>
<p>Wir lassen uns diese Zustände nicht länger bieten.</p>
<p><strong>Deshalb: Kommt zur Bündnisdemonstration am 24. März 2012!</strong></p>
<p><strong>12 Uhr, Friedrich-List-Platz, Leipzig </strong></p>
</div>
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