Übersicht teilnehmender Nazis für geplanten Aufmarsch am 27.6. und letzte Infos

Am 27. Juni 2015 wollen Nazis durch Jena laufen. In der Vergangenheit gab es in der Stadt verstärkt Widerstand gegen solche Aufmärsche. Es wird erwartet, dass die Nazis wie am 1. Mai in Saalfeld sich erneut durch die Stadt prügeln wollen. Daher gibt es hier ein PDF zum ausdrucken, in dem die Namen und Gesichter jener Nazis abgebildet sind, von denen bereits die Anreise bekannt ist. Außerdem eine aktuelle Aktionskarte.

Ermittlungsausschuss: 01575-2836185
Infotelefon: 0151-17994798

Eine Übersicht zu Überwachungskameras in Jena unter:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=zZBtrlJVaoc8.kuJYIAtkc32k&hl=en

Aktionskarte:

Aktionskarte2706

Ab 7 Uhr!

Download PDF zum Ausdrucken:

https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2015/06/2098995282.pdf

 Übersicht über die anreisenden Nazis (bisher viel aus Thüringen):

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Download PDF zum Ausdrucken:
https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2015/06/1708921370.pdf

Twitter: @laeuftnicht, Hastag: #läuftnicht

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Wenn der Schutzmann dreimal wegschaut

[English Version below]

„Das polizeiliche Handeln in der Tatsituation ist aus Sicht der Betroffenen häufig sehr problematisch. So fühlen sich viele von der Polizei nicht ernst genommen, haben das Gefühl, als Täter_innen und nicht als Opfer behandelt zu werden, und sehen sich mit Vorurteilen seitens der Beamt_innen konfrontiert. Mehr als die Hälfte hat zudem den Eindruck, die Polizei sei nicht an der Aufklärung der politischen Motive der Tat interessiert.“ (1)

In der  Nacht zu Dienstag kam es in Jena Lobeda zu einem rassistisch motivierten Übergriff mit mehreren Verletzten. Es dauerte jedoch mehrere Tage, bis dieser an die Öffentlichkeit kam. Erst ein Blog-Eintrag von einem der Betroffenen machte auf den Übergriff aufmerksam. Danach folgte eine Pressemitteilung der Landtagsfraktion der Linken. Im Zuge dessen gab es mehrere Berichte in regionalen und überregionalen Medien. Das Verhalten der Polizei wird dabei nur am Rande erwähnt.

Doch gerade das Verhalten der Polizei wirft einige Fragen auf. Interessant ist dies vor allem im Vergleich mit anderen Meldungen. Am Wochenende vor dem Übergriff kam es in Jena zu mehreren Auseinandersetzungen mit teils rechten Burschenschaftlern, die in Jena den 200. Jahrestag der Ur-Burschenschaft feierten. Hier war die Polizei nach wenigen Minuten vor Ort und auch ein öffentlicher Fahndungsaufruf folgte sofort. Anders nach dem Übergriff von Montagnacht. Nach Aussage der Betroffenen brauchte die Polizei eine knappe halbe Stunde bis zum Eintreffen. 

Die Betroffenen waren Opfer einer Straftat geworden und den Beamten vor Ort fiel zu Beginn nichts Besseres ein, als einen Atemalkoholtest mit den Betroffenen durchzuführen. Auch das weitere Handeln der Polizei zeugt nicht gerade von Sensibilität und bestätigt ein Verhalten gegenüber Opfern rassistischer Gewalt, das sich in Jena und auch im Rest Thüringens schon länger abzeichnet. Wenn die örtlichen Dorfbullen nicht dazu in der Lage sind, rassistisch motivierte Angriffe auch als solche zu erkennen, dann kann man sich fragen, was Behörden wie die BAO Zesar eigentlich für eine Aufgabe und Daseinsberechtigung haben, wenn die Kollegen im Außendienst nicht mal Rassismus schreiben können. Dass weder der Übergriff noch das Verhalten der Polizei Einzelfälle sind, spielte in der regionalen und überregionalen Berichterstattung bisher ebenfalls kaum eine Rolle. In den letzten Monaten kam es in Jena immer wieder zu rassisitsch motivierten Angriffen, bei denen aber bisher glücklicherweise niemand verletzt wurde. Das Verhalten der Polizei  den verletzten Studierenden gegenüber ist genauso wenig neu. „Weimar im Aprilist ein bekanntes Beispiel dafür. Genauso auch die eingangs zitierte Studie der mobilen Opferberatung ezra. Die Polizei nimmt dabei, wie so oft, die Betroffenen nicht ernst oder macht sie gar selbst zu Täter_innen. 

Dass der Übergriff vom vergangenen Montag dabei zuerst ins Jugendspektrum gesteckt wurde und eine Übergabe der Ermittlungen an die Kripo als unnötig abgetan wurden, wirkt nicht nur fahrlässig, sondern legt den Verdacht des bewussten Wegschauens nahe. Dazu kommt noch die abwiegelnde Aussage, die Betroffenen hätten – kurz nach der Tat, also noch unter Schock und in erster Linie auf die Versorgung ihrer Verletzungen bedacht – nicht sofort auf den rassisitschen Hintergrund hingewiesen. Dies zeugt von fehlender Empathie der Beamten gegenüber den Betroffenen und dem Reflex, Schuld bei den Opfern zu suchen.

Auch dass die Betroffenen am nächsten Tag, als sie die Röntgenbilder ihrer Verletzungen zur Beweisaufnahme vorlegen wollten, unfreundlich abgewimmelt wurden, zeigt den Sumpf der Jenaer Polizei – diesen Eindruck kann auch kein nachträgliches Grußwort von Oberbürgermeisters oder Innenminister an die Betroffenen überdecken. Wenn bereits der Weg zur Kaffeetasse eine Anstrengung darstellt, Englisch ein Fremdwort ist, fremdenfeindliche und antisemitische Ressentiments auf der Tagesordnung stehen und Racial Profiling das Tagesgeschehen versüßt, dann bleibt eigentlich nur eines festzuhalten: 

„Für mich ist die Polizei kein Freund und Helfer. Sie ist ein Störfaktor in meinem Alltag. Denn auch wenn ich ihre Hilfe brauche, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich zuallererst als Verdachtsobjekt gelte.“ (2)

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass die Beamten in der alltäglichen Polizeiarbeit eben gemäß ihrer polizeilichen Weltanschauung agieren. Und das heißt zumeist, bestimmte Mitglieder der Gesellschaft als Gefahr zu sehen. Und dies scheinen in Thüringen bis heute keine Nazis zu sein, sondern zu forderst Migrant_innen und Flüchtlinge. 

(1) Die haben uns nicht ernst genommen, Studie zu Erfahrungen von Betroffenen rechter Gewalt mit der Polizei, S. 5.

(2) Ibrahim H., Kein Freund und Helfer, Migazin, 24.10.2012.


„For those affected, the actions of police at the scene of crime are often problematic. They have the feeling of not being taken seriously and of being treated as perpetrators instead of victims. They have to deal with prejudices and more than half of them felt like the police weren’t interested in elucidating the political motives of their offenders.“ (1)

On the night of Tuesday a racially motivated attack with multiple  casualties took place in Jena Lobeda. However, it took several days until it was coming to the public. Only a blog post by one of the parties concerned pointed to the assault. This was followed by a press release of the parliamentary group of „die Linke“. Based on this press release there have now been several reports in regional and national media. In those, the behavior of the police is here mentioned only in passing.

But for us, it is precisely the behavior of the police that raises some questions. This case is als ointeresting with regard to especially when compared with other cases in the recent past. The weekend before the attack took place in Jena, several clashes with partly right fraternity members, which were celebrating the 200th anniversary of the primordial fraternity in Jena, occured. A major police operation went into action with in minutes and a public manhunt call followed immediately. A remarkable difference to the assault of Tuesday night. According to the person concerned, it took the police about half an hour to arrive at the scene of crime.

The first thing they did was to do an alcotest with the victims and their further actions showed a lack of sensibility and confirms a behavior towards victims of racist violence that was known before in Jena and the rest of Thuringia. If the local village cops are unable to recognize racially motivated attacks as such, then one may wonder what the tasks of agencies such as the BAO Zesar are – if their colleagues in the field can not even write racism properly. Neither the assault nor the actions of police are isolated cases. Racist attacks repeatedly happened in Jena in recent months, only fortunately no one was injured until last monday. The notorious treatment of victims of right-wing attacks are apparent in cases like „Weimar in April or the above-cited study of ezra – mobile counselling for victims of right-wing, racist and anti-Semitic violence. The police here, as so often, the victims are not serious or do they even themselves perpetrators.

The fact that the attack last Monday was first put into a youth spectrum and a transfer of the investigation to the criminal investigation department was dismissed as unnecessary, paints a very negative picture of the local cops. It raises the suspicion of police turning a blind eye to the victims of racist attacks. The attemps of making the victims responsible for police failure by saying they had not pointed out the racist motives – minutes after the attack, probably still in the state of a shock and worried by their injuries – testify the lack of empathy and reversing victims to perpetrators. 

The fact that the person concerned the next day, when they tried to submit the X-ray images of their violations to give evidence, were fobbed off unfriendly, shows the climate for victims of racist attacks at the Jena police – this impression cannot be coverered by any subsequent Greetings from the Mayor or the Interior Minister to the victims. If their way to the coffee cup is already perceived as an effort, English is a foreign word, xenophobic and anti-Semitic resentments are cultivated and Racial Profiling sweetens the day’s events, then only one thing remains to be noted about thelocal police:

„For me, the police is not a friend and helper. She is a disturbing factor in my daily life. Even if I need their help, I have learned that I am considered first and foremost as a suspect object.“

Finally, it should be noted that even in everyday police work officials act according to their ideologies. If that is mostly to see certain members of society as a threat, we can only assume that the cops in Jena consider migrants to be this threat, not neo-Nazis.

(1) They did not take us seriously, study on experiences of people affected by right-wing violence and their contact to police p. 5.

(2) Ibrahim H., Kein Freund und Helfer, Migazin, 24.10.2012.

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Rassistischer Neonazi-Übergriff auf internationale Studenten in Jena – Solidarität mit den Betroffenen!

via Die LINKE Thüringen

In der Nacht vom 15. auf den 16. Juni 2015 kam es kurz nach Mitternacht in Jena-Lobeda zu einem schweren Übergriff durch mehrere Neonazis auf drei internationale Studenten der Fachhochschule Jena. Darüber informiert Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Neben mehrfachen verbalen rassistischen Angriffen sei es zu Schlägen, Tritten, dem zu Boden stoßen, begleitet vom „Hitlergruß“  sowie dem Werfen von Bierflaschen auf die Studenten gekommen, was zu teils schweren Verletzungen geführt habe. Einer der drei betroffenen Studenten liege bis heute im Krankenhaus.

Katharina König erklärt dazu: „Die gewalttätigen Aktivitäten von Neonazis in Thüringen nehmen zu, scheinbar ist ihnen jede Hemmschwelle abhanden gekommen.“ König macht darauf aufmerksam, dass sich erst kürzlich ein Ableger der Neonazi-Partei „Der III. Weg“ in der Region Saalfeld-Rudolstadt gegründet habe und seit mehreren Wochen Neonazis in Jena rassistische Flyer des „III. Weg“ in Jena verteilten. „In mehreren Thüringer Städten ist zu beobachten, dass sich Neonazis, insbesondere der freien Kameradschaften bzw. der Freien Netze, vermehrt dem offen neonazistischen, rassistischen und gewalttätigen Spektrum der Partei „Der III. Weg“ anschließen.“

König weist darauf hin, dass zunehmende rassistische Äußerungen auch aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft den Resonanzboden für gewalttätige Übergriffe von Neonazis bereiteten. „Es liegt an uns allen, eindeutig bei jeglichen Äußerungen und Handlungen Rassismus als solches zu entlarven und Widerstand zu leisten. Eine offene und freie Gesellschaft benötigt vor allem für sie tätige und aktive Menschen.“

Vor diesem Hintergrund sei es notwendig, auch in den Reihen der Polizei für eine Sensibilisierung zum Umgang mit Betroffenen rechter Gewalt zu sorgen, so die Abgeordnete. Die Berichte der Betroffenen zum Umgang der Polizei mit Ihnen bestätigten zudem erneut die Erkenntnisse der Studie „Die haben uns nicht ernst genommen“ der Beratungsstelle  Ezra (Neudietendorf). „Wir werden sowohl mit Ezra, als auch Polizei entsprechende Gespräche zur Verbesserung der Situation führen“, so König weiter. Entscheidend sei die Wahrnehmung der Opferperspektive. Im Namen der gesamten Fraktion DIE LINKE drückt König ihre Solidarität für die Betroffenen des schweren Übergriffs aus und dankt der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt Ezra für deren Begleitung.

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“VIP Schild”-Security aus Jena: Neonazis kein Einzelfall

via Thüringenrechtsaußen

Die Kampagne “Kein Bock auf Nazis” hat vor einigen Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass der Thüringer Neonazi Michel Fischer aus Tannroda als Security beim Schlossgrabenfest in Darmstadt tätig war. Die Firma “VIP Schild” aus Jena beteuert, dies sei ein Einzelfall. Doch bei genauerer Betachtung fällt auf: Die Firma ist von oben bis unten mit Neonazis und der extrem rechten Szene nahestehenden Personen durchsetzt.

Jenaer Securityfirma mit Vorliebe für Neonazis und Hooligans

Einige "VIP-Schild"-Mitarbeiter beim Gruppenfoto

Einige “VIP-Schild”-Mitarbeiter beim Gruppenfoto

Fischer ist einer der umtriebigsten Neonazis in Thüringen und mehrfach auch wegen Gewaltdelikten vorbestraft. Nun gilt es als sicher, welche Security-Firma Fischer in Darmstadt einsetzte: VIP Schild Security aus Jena. In einem Artikel heißt es nun, Fischer sei nur Vertretung für seinen Bruder gewesen.

Michel Fischer: Oben beim Neonazi-Taruermarsch, unten als Schild-Security in Darmstadt

Michel Fischer: Oben beim Neonazi-Trauermarsch, unten als Schild-Security in Darmstadt

Ein genauerer Blick zeigt jedoch, Fischer ist bei weitem nicht der einzige Neonazi den VIP Security beschäftigt, die durch Katharina Fenk und Jan Schild geführt wird. Erst vor kurzem schickte die Firma mehrere Leute aus ihrem Team zu einem IHK Lehrgang, darunter auch der Neonazi und JN-Mitglied Rene Dittebrandt aus Erfurt. Dittebrandt ist seit mindestens zwei Jahren in der Neonaziszene aktiv und nahm an zahlreichen Demonstrationen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt teil. In Erfurt gehört er zu den umtriebigsten Neonazis und ist fest in die Szene rund um die “Jungen Nationaldemokraten” integriert. Neben Dittebrandt findet sich auf dem Teambild der Schild-Security auch Katja Arlt aus Erfurt. Sie war unter anderem Teilnehmerin des 1. Mai-Aufmarsches der NPD in Erfurt und lies sich hier stolz mit dem Neonazi-Musikduo “A3stus” ablichten. Auch viele andere Neonazis finden und fanden sich unter den Mitarbeitern der Firma Schild, so der Neonazi Kevin Armstroff, der zu den “Autonomen Nationalisten Weimar” gehört und als bekannter Schläger an zahlreichen Neonazi-Demonstrationen in den letzten Jahren teilnahm. Armstroff war zum Beispiel Ende 2012 zusammen mit dem Neonazi Kevin Reibe durch die “VIP Schild” als Security im Weimarer “Studentenclub Schützengasse”, eingesetzt wie die AAG Weimar berichtete. Auch bei Fussballspielen setzte die Firma Schild Weimarer Neonazis als Ordner ein. So wurde Armstroff bei einem Spiel des FC Ingolstadt gegen den FC Carl-Zeiss Jena im Auftrag von Schild Security gesehen sowie sein Neonazi-Kumpane Matthias Zerrer, der auch ein großes White Power Tattoo auf dem Arm trägt, als Ordner beim Spiel des SSV Jahn Regensburg gegen SC Preußen Münster.

Kevin Armstroff ("Autonome Nationalisten Weimar") als Ordner für "VIP Schild"

Kevin Armstroff („Autonome Nationalisten Weimar“) als Ordner für „VIP Schild“

Mitte der 2000er sollen ebenso der damalige NPD-Kreisvorsitzende Martin Rühlemann aus Weimar sowie der Vorsitzender der NPD-Jugendorganisation “JN Thüringen”, Christian Kaiser für Schild gearbeitet haben. Auf Facebook zeigen sich auch heute noch Mitglieder der Firma Schild ungeniert, so zum Beispiel Lars Schmidt, der mit Thor Steinar Klamotten und “Ruhm und Ehre”-Tattoo in Frakturschrift auf seinem linken Unterarm posiert. Die Firma rekrutierte immer wieder in der Neonazi- aber auch Hooliganszene.

Matthias Zerrer (White Power Tattoo am Arm): Auch für "VIP Schild" im Einsatz

Matthias Zerrer (White Power Tattoo am Arm): Auch für „VIP Schild“ im Einsatz

Durch den angeschlossenen “Fightclub Jena” findet auch ein Kampfsport-Training statt. Als Trainer tritt neben Firmengründer Jan Schild, auch dessen rechte Hand, Christian Jäger auf. Sowohl auf der Facebookseite von Jäger als auch auf der seines Schild-Security Kollegen Michael Körber finden sich entsprechende Verlinkungen zur rechten Hooligan-Band “Kategorie C”, Jäger hat darüber hinaus zahlreiche Freundschaften zu Thüringer Neonazi-Aktivisten.

Verbindungen zur extremen Rechten auch beim Firmenchef – “Adolf Hitler wollte Frieden”

Firmengründer und Kampfsportler Jan Schild

Firmengründer und Kampfsportler Jan Schild

Das Firmenoberhaupt Jan Schild tritt in sozialen Netzwerk nicht unter seinem Klarnamen sondern mit Pseudonym “Jan Ski” auf, ist durch Fotos aber eindeutig zuzuordnen. Als im Herbst 2014 die “Hooligans gegen Salafisten” in Köln wüteten und ein Polizeiauto umwarfen, kommentierte Schild dies süffisant mit “ein Sonniger Tag in Köln”, während auf seiner Firmenseite zur selben Zeit noch stolz auf eine vor 10 Jahren aufgestellte Sicherheitspartnerschaft mit der Jenaer Polizei verwiesen wird. Doch Schild hat selbst eine Vergangenheit in der Neonazi-Szene und langjährige Kontakte zu einschlägigen Neonazis, die bereits in den 90er Jahren in Stadtroda und anderen Teilen des Saale-Holzlandkreises aktiv waren. Unter seinem Pseudonym bekennt er sich zum rechten Rand und steht nicht nur zur AfD-Funktionärin Frauke Petry, zu “Muegida” und zum Dresdner Original “Pegida”.

Schild-Mitarbeiter beim "Combat"-Training, einer der leitenden Trainer: Christian Jäger

Schild-Mitarbeiter beim „Combat“-Training, einer der leitenden Trainer: Christian Jäger

Er verbreitet heute auch Inhalte von neonazistischen Internetseiten: am 19. Mai 2014 einen Beitrag der Neonazi-Gruppe “Freies Netz Saalfeld”, am 23. März 2015 eine Internetseite aus dem extrem rechten Reichsbürger-Umfeld, welche Reden hochrangiger NS-Größen publiziert und feststellte, dass die BRD nicht existiere und das Deutsche Reich fortbestehe. Am 26. April 2015 verbreitete Schild auch ein geschichtsrevisionistisches Video (“Adolf Hitler wollte Frieden”), in dem die Kriegsschuld geleugnet und auf einen vermeintlich friedfertigen Adolf Hitler Bezug genommen wird, der doch Friedensangebote an andere Länder unterbreitet hätte, dazu ein Kommentar von ihm, dass man das in der Schule noch anders gelernt habe.

Pegida, Reichsbürger, Revisionisten und Neonaziseiten: Jan Schild hilft bei der Verbreitung im Internet

Pegida, Reichsbürger, Revisionisten und Neonaziseiten: Jan Schild hilft bei der Verbreitung im Internet

Am 30. April 2015 teilte er auch einen Beitrag der rechtspopulistischen Partei “Die Freiheit” zu einem Link über vermeintlich kriminelle Ausländer. Es gibt etliche weitere Verbindungen die von “VIP Schild” in die Neonazi-Szene führen. Auf dieser Grundlage trennten sich bereits mehrfach Vertragspartner von der Firma. So fasste auch der Studierendenrat StuRa der Universität Jena am 9. Juli 2013 einen Beschluss, künftig keine Aufträge mehr an Schild zu vergeben. Auch der Spielfilm, welcher derzeit zum “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) in Thüringen gedreht wird und im Jahr 2016 in der ARD ausgestrahlt werden soll, hatte zunächst eine Vereinbarung mit “VIP Schild” getroffen, wonach die Jenaer Securityfirma entsprechende Komparsen und Darsteller für den Dreh engagiert. Die Firma suchte bereits aktiv nach Leuten, doch ehe den Filmproduzenten bewusst wurde, dass mit jener Firma nicht nur gespielte Neonazis sondern waschechte Neonazis an das Set geholt werden, trennte man sich von Schild.

Tragen zahlreiche Mitarbeiter unter den Klamotten: Tattoos mit Bezügen zum Dritten Reich, hier Mitarbeiter Lars Schmidt

Tragen zahlreiche Mitarbeiter unter den Klamotten: Tattoos mit Bezügen zum Dritten Reich, hier Mitarbeiter Lars Schmidt

Mitte Mai 2015 machte auch in der Erfurter Fanszene ein Gerücht die Runde: Der Verein Rot-Weiss Erfurt habe einen neuen Ordnerdienst beauftragt: “VIP Schild” aus Jena. Das sorgte auch für reichlich Verärgerung bei diversen Fans, zum einen weil die Firma aus der Erzfeind-Stadt Jena kam. Zum anderen, weil die Firma für ihre Verstrickungen in die extrem rechte Szene bekannt sei. Das Präsidium vom RWE knickte schließlich ein, machte einen Rückzieher und bedauerte am 22. Mai 2015 “wie hoch der wirtschaftliche Schaden für den Verein ist”, weil die Jenaer Firma so günstig gewesen sei.

Mitarbeiter von "VIP Schild" beim IHK-Kurs 29. Mai 2015, darunter bekannte Neonazis, zum Beispiel 1.v.l.: Katja Arlt und 6.v.l: Rene Dittebrand

Mitarbeiter von „VIP Schild“ beim IHK-Kurs 29. Mai 2015, darunter bekannte Neonazis, zum Beispiel 1.v.l.: Katja Arlt und 6.v.l: Rene Dittebrand

Doch maßgeblich für die Absage in letzter Sekunde waren offenbar nicht die Naziverstrickungen, sondern eher die Fussballrivalität mit dem Jenaer Club, der im gleichen Atemzug von den Fans als “Rattenverein” betitelt wird. Das Präsidium hatte offenbar Sorge vor weiteren Debatten oder Vorwürfe, “VIP Schild” stünde im neuen Aufgabenfeld eher dem Konkurrenten nahe. Dabei hätte nach Angaben von RWE-Präsidiumsmitglied Thomas Kalt “VIP Schild” ihnen gegenüber doch “zuverlässig und absolut glaubhaft zugesichert, das weder Mitarbeiter aus der “rechten Szene” noch aus dem Fanumfeld des Rivalen nach Erfurt gekommen Der Oberbürgermeister Jochen Partsch von Darmstadt (Grüne) hingegen äußerte nach dem Auftritt von Fischer bzw. “VIP Schild”: “Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und ich persönlich haben eine klare Haltung gegen alte und neue Nazis, Rechtsradikale und Rassisten. Ein Unternehmen, das, was überprüft werden muss, Personen mit solchem Hintergrund beschäftigt, wäre für uns kein Vertragspartner”. Der Veranstalter Thiemo Gutfried erklärte nach Angaben von Darmstadt echo: “Ich bin schockiert”. Der weitere Einsatz der Firma in Darmstadt sei “zumindest infrage zu stellen”. Schild solle zuvor ein Konzept vorlegen, mit dem sichergestellt ist, dass dies nicht mehr vorkommen könne. Sofern einer der Veranstalter bis hierhin aufmerksam mitgelesen haben solle, dürfte eigentlich klar sein: Ein solches Konzept kann es mit der Firma “VIP Schild” nicht geben, weil diese von oben bis unten mit Personen durchsetzt ist, die der extrem rechten Szene nahestehen oder selber als bekannte Nazischläger in Erscheinung treten.

Logo der Firma

Logo der Firma

Katja Arlt (VIP Schild) mit der Neonazi-Band "A3stus" am 1. Mai 2015 Erfurt bei NPD-Demonstration in Erfurt

Katja Arlt (VIP Schild) mit der Neonazi-Band „A3stus“ am 1. Mai 2015 Erfurt bei NPD-Demonstration in Erfurt

Rene Dittebrandt mit T-Shirt der NPD-Jugendorganisation "JN"

Rene Dittebrandt mit T-Shirt der NPD-Jugendorganisation „JN“

Rechte Hand von Firmengründer Schild: Christian Jäger mit Verbindungen zur Neonazi-Szene

Rechte Hand von Firmengründer Schild: Christian Jäger mit Verbindungen zur Neonazi-Szene

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Eine Faust in sein Gesicht!

Nach aktuellen Informationen macht Thügida-Schreihals David Köckert seine „Drohung“ war und plant für den 27.06. eine Demonstration in Jena. Weitere Infos in kürze hier.

Bereiten wir ihm und allen anderen Thügida-Spinnern einen warmen Empfang!

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Just do it. Again! Nazidemo in Merseburg blockieren!

Provinzstadt Merseburg. An Mauern tauchen regelmäßig neue Nazischmierereien auf, Aufkleber mit nazistischem Inhalt kleben an den Ampeln und Laternen, rassistische Pöbeleien und Angriffe sind Alltag. Nazis dominieren das Stadtbild nach wie vor. Am 20. Juni wollen sie hier wieder aufmarschieren und sich als Hegemonialmacht präsentieren.

Neue Strukturen…

Seit 2011 marschieren Neonazis jährlich durch Merseburg und inszenieren sich als Kämpfer für die Freiheit. Sie nehmen den Arbeiteraufstand vom 17.Juni 1953 zum Anlass, um gegen Flüchtlinge, Europäische Union und Antifaschisten zu hetzen. Nachdem die Demo im letzten Jahr erfolgreich blockiert werden konnte, wurden für dieses Jahr zwei Routen angemeldet. Jedoch nicht, wie die Jahre zuvor, von der lokalen Kameradschaftstruktur, sondern von Christian Worch, dem Bundesvorsitzenden der Partei “Die Rechte”. Seine Partei hat ein Auge auf Sachsen-Anhalt geworfen. In Regionen, in denen zukünftige Asylbewerberheime brennen, sieht man Potential. Zur Landtagswahl 2016 soll sie hier antreten und mit erfolgreichen Demos malt sie sich wohl bessere Chancen aus. Doch nicht nur Die Rechte baut sich hier auf, auch die bayrische Neonazipartei “Der III. Weg” wird in der Gegend aktiv. Im April 2015 wurde der „Stützpunkt Mittelland“ für den Raum „Leipzig, Halle, Merseburg und Umland“ gegründet.
   

Die Freiheit, die sie meinen…

Der Aufruf in diesem Jahr macht deutlich für welche Freiheit die Nazis auf die Straße gehen wollen. Das diesjährige Motto “Rede & Meinungsfreiheit erkämpfen” versucht an den rechten Redefreiheitdiskurs von Montagsmahnwachen, PEGIDA und LEGIDA anzuknüpfen, um so mehr Teilnehmer zu gewinnen. Wenn diese Gruppierungen den Mund aufmachen, hört man nichts als plumpe, rassistische und antisemitische Stimmungsmache. Sowas wird dann als Meinungsfreiheit gedeutet. 
Getreu der Stammtischparole “Das wird man ja wohl noch sagen dürfen” stellt man sich als Opfer der Justiz dar. Die Spitze des Eisberges der “Unfreiheit und Unterdrückung” des deutschen Volkes finde sich in der juristischen Verfolgung von “Meinungsdelikten”. Dabei ist klar was eigentlich gemeint ist. Die Nazis kämpfen in Merseburg für die Freiheit ungestraft den rechten Arm zu heben, “Sieg Heil” zu schreien und gegen alles zu hetzen, was für sie nicht zur deutschen Volksgemeinschaft gehört. 
Volksverhetzung ist ein fester Bestandteil nationalistischer Politik: Die aggressive Abgrenzung gegen alles Fremde und alles, was der nationalen Homogenität nicht freundlich gesinnt ist, soll volksgemeinschaftliche Identität nach Innen schaffen. Die Selbstermächtigung, den Willen der Volksgemeinschaft durchzusetzen, ist das, was sie unter Freiheit des deutschen Volkes verstehen. Für die Folgen dieser Selbstermächtigung sind Bitterfeld und Tröglitz nur zwei Beispiele unter vielen.

Nationalisten stoppen…

Wir gönnen den Nazis keinen Erfolg. Nicht beim Aufbau einer Volksgemeinschaft und nicht beim Abstauben von Wahlkampfmitteln. Wenn die Partei Die Rechte am 20. Juni, gemeinsam mit den regionalen Kameradschaften, durch Merseburg marschieren will, werden wir sie blockieren! Kommt nach Merseburg und macht ihre Demo erneut zum Desaster!  

fertsch

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Update zur Partei „Die Freiheit“ in Jena

Vor ein paar Wochen berichteten wir bereits darüber, dass die Partei „Die Freiheit“ ihren Sitz im Roten Turm am Löbdergraben 11a hat. Nicht wirklich neu, aber dennoch interessant sind folgende Ergänzungen, die wir zu unserer Recherche noch hinzufügen wollen:

Neben der Partei und der Anwaltskanzlei verweisen sowohl die rechte Stresemann-Stiftung, als auch die „Initiative für Pressefreiheit“ in ihrem Impressum auf  die Adresse der Kanzlei PWB.

Nähere Infos zur Stresemann-Stiftung findet man unter anderem in diesem Artikel aus dem AIB 102/01.2014.

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Bring back my FLUTLICHT FESTIVAL 2015

Es ist wieder soweit. Eure Lieblingsperspektive steht nach einer personellen Neuaufstellung und den Umbaumaßnahmen an der Rasenmühleninsel wieder in den Startlöchern für das fünfte Flutlicht Festival – welch ein Anlaß. Diesmal setzen wir auf viele Partner und ein Netzwerk an Institutionen, die gemeinsam die umfangreiche Organsisation und Umsetzung übernehmen.
Also haltet euch schonmal den 12. – 14. Juni 2015 im Kalender frei.
Denn dann geht es wieder Schlag auf Schlag im Paradies. Musik, Vorträge, Theater, Workshops, Kino und sportliche Betätigung sorgen keinesfalls für Langeweile. Für dazwischen kann man sich an Getränken und leckerem Essen erlaben, seine Aufmerksamkeit den Ausstellungen und Infoständen widmen oder einfach nur mit Freunden auf der Wiese Platz nehmen und die Stimmung genießen. Auch für die Kleinsten wird was geboten sein, also packt Familie und Freunde ein und beehrt uns mit massig Anwesenheit! Der Eintritt ist wie immer frei.
“Bring back my Flutlicht Festival” haben wir uns dieses Jahr auf die Fahnen geschrieben. Wer aufgepasst hat, dem springt die Doppeldeutigkeit förmlich ins Auge. Nach der Farce um die Demontage der namensgebenden Leuchtelemente im Stadion unseres geliebten FC Carl Zeiss Jena ist der Anblick der Oberaue ohne die “Giraffen” doch noch etwas seltsam. Genauso seltsam war für viele die dreijährige Abstinenz des Festivals – noch und nöcher wurden die Protagonisten darauf angesprochen, warum, wieso, weshalb – und über Allem der Wunsch, das Festival doch wieder zurück aus der Asservatenkammer der Hintertorperspektive zu holen. Jetzt ist es soweit. Kommt rum und macht die Rasenmühleninsel für ein Wochenende zum eigenen Mikrokosmos.

Fußball! Flutlicht! Yeah!
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Programm

Freitag, 12. Juni

15:00 – 18:00 Kinderspiel des QuerWege e. V.
15:30 – 16:30 Perry’s (Indie-Punk / Jena)
16:45 – 17:45 Vortrag: “Thüringen – das braune Herz Deutschlands?”
18:00 – 19:00 Improtheater
19:15 – 20:15 Brechraitz (Streetpunk / Frauenprießnitz)
20:30 – 22:00 The Offenders (2Tone, Mod79, Ska / Cosenza, Berlin)
ab 22:00 Uhr Sommerkino des QuerWege e. V. im Schulhof der UniverSaale

Aftershow im Rosenkeller e.V. Jena

  • Barren (XHardcoreX / Jena),
  • All for Nothing (Hardcore / Rotterdam)
  • Jimmy Glitschy und der einarmige Karusselbremser (Disco-Stoner / Jena)
  • DJ: – PaPaBoom (english 70/80s meets jamaican 60s / Erfurt

Samstag, 13. Juni

ab 09:30 Uhr Frühstück auf der Wiese
11:00 – 16:00 Tischtennisturnier
13:00 – 17:00 Graffitiworkshop
13:30 – 14:30 Vortrag “Versteckspieler – Homophobie im Fußball?”
14:00 – 19:00 Skateworkshop mit Crossroads
14:45 – 15:45 Bjelomorkanal (Ska / Jena, Berlin)
15:00 – 18:00 Workshop “Sexismus im Hip Hop”
15:00 – 18:00 Kinderspiel des QuerWege e. V.
16:00 – 17:00 Vortrag “Antisemitismus im Stadion”
17:15 – 18:15 The Panjabys (Psychedelic Rock / Jena)
18:30 – 19:30 Vortrag “Die Mär vom unpolitischen Hooligan”
19:45 – 20:45 Hannes Kinder (Indie-Pop / Erfurt)
21:00 – 22:00 Smofte Express (Live-Hip-Hop / Berlin)
ab 22:00 Uhr Sommerkino des QuerWege e. V. im Schulhof der UniverSaale

Aftershow im Café Wagner

Sonntag, 14. Juni

ab 9 Uhr Frühstück auf der Wiese
10:00 – 14:00 Fußballturnier (Anmeldungen unter kontakt@hintertorperspektive.de)
13:00 – 14:00 Sad Neutrino Bitches (Trash-Punk / Jena)
14:30 – 16:00 Podiumsdiskussion “RB Leipzig – der Untergang des Fußballs?”
16:15 – 17:30 Kalter Kaffee (Liedermaching / Thüringen)
17:45 – 19:00 Wooden Peak (zweimannorchester, Acoustic / Leipzig)

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Ausschlussklausel:
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, homo- u. transphobe, oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

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Liebesgrüße aus Jena!

Am 1. Mai alle nach Saalfeld! Naziaufmarsch verhindern!

Nazis angreifen! Kreativ werden!

fotoGemeinsame Zuganreise aus Jena: Abfahrt 8:20 Uhr Paradiesbahnhof.
Letztes Infotreffen: Donnerstag, 30.04., 18:00 in der JG.

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Update Eisenberg

Ab 18:30 Uhr wollen die Nazis morgen in Eisenberg in der Lessingstraße beginnen. Auf dem Blog der Initiative gegen rassistische Aufmärsche in Thüringen findet ihr weitere Informationen.

Von Jena aus wird es mehrere Bus-Shuttle nach Eisenberg geben. Treffpunkt ist ab 17:00 in der JG-Stadtmitte bzw. 17:15 am Busbahnhof.

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